Fürst Pückler Park Cottbus

Die erste Stufe dieser Zonierung stellt der Branitzer Außenpark, die ornamental farm, dar, deren geschickt gestaltete Feldflur aus Wald-, Wiesen-, Hutungs- und Ackerflächen eine idealtypische Verbindung von Gartenkunst und landwirtschaftlicher Nutzung darstellt. Das Parkareal wird von einer Spazierfahrt (Drive) erschlossen, welcher als »unsichtbarer Führer« die wie an einer Perlenkette aufgereihten Landschaftsbilder dieser meisterlich gedachten Kulturlandschaft erschließt. Der Cottbuser Tierpark und der Spreeauenpark (Bugapark) befinden sich heute innerhalb des historischen Branitzer Außenparks.Der Innenpark hebt sich durch seine intensivere Gestaltung, insbesondere durch ein aufgrund umfassender Erdbewegungen geschaffenes, kunstvoll ausgearbeitetes Relief, künstliche Seen und die raumprägenden, sichtbetonenden Gehölzpflanzungen als nächste Stufe der Zonierung deutlich ab. Die beiden einzigartigen Erdpyramiden sind das Alleinstellungsmerkmal von Branitz und eine Reminiszenz des Fürsten Pückler an seine in den Jahren 1834 bis 1840 unternommene Orientreise. Doch anders als in Ägypten errichtete Pückler die Pyramiden nicht aus Stein, sondern ließ sie aus Erde aufschütten und begrünen. Die größere der beiden Erdarchitekturen, der im Pyramidensee stehende Tumulus, ist seit 1871 Beisetzungsstätte von Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Im Jahr 1884 wurde Pücklers Ehefrau und Lebensgefährtin Lucie Fürstin Pückler (1776–1854) mit zu ihm in den Tumulus umgebettet. Mit der Pücklergondel kann man dem Fürstenpaar in einer bezaubernden Rundfahrt durch den Park so nah wie nur möglich kommen. Weitere Höhepunkte des Innenparks sind die Schlossgärtnerei mit den historischen Gewächshäusern, die Parkschmiede und die Gutsökonomie mit dem Besucherzentrum und der Multimediaausstellung.

Adresse

Robinienweg 5, 03042 Cottbus
http://www.pueckler-museum.de/