Überall mit anpacken – weil man’s kann

Die beiden Cottbuser Paul und Patricia haben ihr Abitur am Ludwig-Leichhardt-Gymnasium gemacht und wollen mal im Fitness-Business durchstarten. Dafür haben sie den Blog „Arsch und Bizeps“ ins Leben gerufen, auf dem sie viele wertvolle Tipps rund um Sport und Ernährung geben. Wir haben Sie rund um Ernährungsumstellung, Hometraining und ihren sportlichen Alltag befragt.

Wie sieht der perfekte Körper für euch aus?

Patricia: Da jeder Mensch unterschiedlich ist, gibt es keine perfekte Figur oder den perfekten Körper. Jede Frau hat eine andere Figur, die für sie selbst perfekt ist. Ein gesundes Mittelmaß ist immer attraktiv. Kurven sind schön, allerdings nicht im Sinne von fett – frauenbezogen.
Paul: Für mich ist das Ideal ganz klassisch: muskulöser, definierter Körper und vor allem breite Schultern – männerbezogen.

Wie lange trainiert ihr schon?

Patricia: Ich trainiere seit drei Jahren und davon ein Jahr im Fitnessstudio.
Paul: Ich bin seit fünf Jahren dabei – davon 2,5 mit Bodyweight-Training und 2,5 Jahre im Fitnessstudio.

Welche Rolle spielte eventuell Coach für euch? Wart ihr gegenseitig eure Mentoren?

Patricia: Dadurch, dass wir sehr gut miteinander befreundet sind, haben Paul und ich über die Jahre viel voneinander lernen können. Wir haben uns gegenseitig hochgepusht und motiviert und in der Schule ging es in jeder Hofpause nur um eines der beiden Themen: Was hast du gegessen? Wie trainierst du? Von Paul konnte ich mir viel Know-how rund um Sport und Training abschauen. Meine erste Ernährungsumstellung führte allerdings meine Trainerin beim Tanzen ein, damit wir professioneller werden – und siehe da, es funktionierte. Das förderte mein eigenes Leistungsdenken.
Paul: Mein ehemaliger Fußballtrainer, Herr Schlodder, wollte damals mit unserem Team mehr erreichen. Aus dieser Motivation heraus hörte ich auf, zu oft feiern zu gehen, Alkohol zu trinken und begann mehr zu schlafen, um mehr Leistung auf dem Platz zu bringen. Auch im Kraftsport wirkten sich diese Umstellungen enorm positiv aus. Außerdem habe ich mir unglaublich viel von Patricias Ernährungskreativität abgeschaut. Sie hat sich immer super leckere Sachen gemacht, die gleichzeitig auch noch gesund waren (Superfoodbowls, Müsli etc.). Irgendwann habe ich mir davon eine Scheibe abgeschnitten und viele Dinge nachgemacht. Zum Beispiel ihr herrliches Müsli, dessen Rezept auch auf unserem Blog zu finden ist.

Welchen Trainingsplan verfolgt ihr aktuell?

Paul: Ich fahre zurzeit einen Push-Pull-Trainingsplan, der sich bei mir sehr bewährt hat. Ich schaffe es so, mit vier Trainings pro Woche jeden Muskel zweimal zu reizen.
Patricia: Meine Trainingspläne werden ausschließlich von Paul für mich erstellt. Vor einem Monat hatte ich noch mit „Daily Workouts“ trainiert. Dabei zog ich jeden Tag ein zufälliges Training aus einem Becher und trainierte so meinen ganzen Körper. Zurzeit halte ich mich zu Hause mit einem Bauch-Rücken-Beine-Plan fit.

Welche Tipps würdet ihr Trainingsanfängern geben?

Patricia: Selbstdisziplin ist das A und O. Dennoch ist Perfektionismus eindeutig fehl am Platz. Nicht gleich aufgeben, wenn man mal nascht, oder ein Training ausfallen lässt. Mir hat es zudem geholfen, Gleichgesinnte zu suchen, mit denen man über die Themen reden kann.
Paul: Holt euch Tipps von Menschen, die deutlich weiter sind, als ihr selbst! Bezieht Informationen von Trainern oder von YouTube – oder lest euch in Bücher und Foren ein. Saugt am Anfang erstmal alles wie ein Schwamm auf – und vor Allem: habt Spaß an den unzähligen Geräten und Übungen, die der Sport bietet!

Wie sieht eure jetzige Ernährung aus? Achtet ihr besonders darauf?

Patricia: Ich esse einfach, natürlich und intuitiv. Natürlich schaue ich auf Nährwerte und Kalorien, aber ich bin Gegner vom Kalorienzählen und davon, nach Mengenangaben zu essen. Ich esse, so viel ich will und auch fast alles, was ich will, verzichte lediglich auf Auszugsmehl, achte auf meinen Zuckerkonsum und esse kein Fleisch (seit 2012). Ich esse im 80:20-Verhältnis: 80 % der Zeit esse ich gesund und bei den 20 % gönne ich mir Schokobonbons, Plinse mit Nutella oder Pizza.
Paul: Mit der Erklärung meiner Ernährung würde ich wahrscheinlich das Lauter-Magazin von vorne bis hinten füllen können. Kurzgesagt mache ich eine Diät, in der ich konsequent Kalorien und Makronährstoffe (Fette, Proteine, Kohlenhydrate) zähle und mich täglich wiege.

Wie sieht euer Einkaufskorb für eine Woche aus?

Patricia: Da ich bei meinen Eltern wohne, musste ich sie schrittweise für meine Ernährung und meinen Einkaufszettel sensibilisieren. Mittlerweile kaufen Sie selbstständig: Vollkornbrot, Avocados, Hirse, vermehrt Gemüse, Quark, Frischkäse, Fisch.
Paul: Derzeit einfach fettarm, kohlenhydrat- und proteinreich, sprich: Haferflocken, Basmati-Reis, Eiweißbrot, fettfreie Milch, alle erdenklichen Gewürze von A bis Z, Vollkornnudeln, Magerquark, Thunfisch, Paprikas, Beeren.

Welche Sünden sollte man meiden, wenn man wirklich etwas an seinem Körper ändern möchte?

Patricia: Auf Saft und Softdrinks sollte man absolut verzichten. Ansonsten macht die Masse das Gift und in geringen Mengen ist alles erlaubt.

Ist ein Fitnessstudio wirklich nötig zum Muskelaufbau oder kann man dieselben Erfolge auch in den eigenen vier Wänden erzielen?

Paul: Beginner können den gleichen Trainingserfolg auch zu Hause erzielen, doch irgendwann sind Zusatzgewichte oder das Training im Fitnessstudio unvermeidlich. Ich habe zu dem Thema schon einen ausführlichen Blogeintrag geschrieben.

Wie sinnvoll ist das Trainieren, ohne die Ernährung anzupassen?

Patricia: 70 % des Trainingserfolges hängen von der Ernährung ab. In der Pubertät ist es allerdings scheinbar unwichtig. Meine Schwester frisst Scheiße von früh bis spät und sieht aus, wie ein Instagram-Fitnessmodell.

Paul: Mit der Ernährung des Durchschnittsdeutschen wird man wohl nur sehr beschwerlich seine Fitnessziele erreichen. Warum sich selbst Steine in den Weg legen?

Welche Nahrungsergänzungsmittel könnt ihr empfehlen, um den Muskelaufbau zu beschleunigen?

Paul: Zum Muskelaufbau sind BCAAs und qualitativ hochwertige Proteinpulver unglaublich hilfreich, aber nicht essentiell. Generell sollte man nicht für allen möglichen Scheiß sein Geld rauswerfen.

In welchen Alltagssituationen können große Muskeln hilfreich sein, in welchen eher hinderlich?

Paul: Man wird ständig aufgefordert, überall mit anzupacken – weil man’s eben kann. ;-)

Neben dem Trainieren gehört auch das Blog-Schreiben zu eurem Projekt. Wieviel Zeit nimmt das in Anspruch und woher nehmt ihr die Ideen für kreative Beiträge?

Patricia: Der Blog, das Schreiben von Beiträgen, und alles was dazugehört, nimmt schon recht viel Zeit in Anspruch. Meine Ideen nehme ich aus meinem Umfeld und meinen eigenen Erfahrungen, sprich: welche Fragen habe ich mir als Trainingsanfänger gestellt und welche Themen interessieren mich heute noch.
Paul: Die Fragen unserer Follower aus den Social Media spielen eine große Rolle bei der Themenwahl der Beiträge. Ich überlege außerdem ständig, welche Schwierigkeiten und Fragen ich zu der Zeit hatte, als ich mit dem Kraftsport begonnen habe.

Welches Ziel verfolgt ihr mit eurem Blog? Wollt ihr der Welt etwas Gutes tun oder mal groß damit rauskommen?

Beide: Langfristig wäre es natürlich toll, bekannter zu werden, aber in erster Linie wollen wir Menschen dazu motivieren, ein aktives Leben zu führen und schlicht das Beste aus sich zu machen.

Zu Körperkult zählen ja auch Tattoos, Piercings und ähnliches. Habt ihr so etwas schon mal ausprobiert bzw. in eurem Leben einmal vor?

Beide: Tattoos sind bei uns beiden geplant, Piercings nicht..

Patricia und Paul in Social Media

In welchen Social Media seid ihr unterwegs?

Instagram, Facebook und Pinterest. Die Links findet ihr am Ende der Seite.

Wie viele Instagram-Posts erstellt ihr pro Woche?

Paul: Etwa 3 pro Woche. Vieles aus dem Fitness-Alltag landet aber auch in der Instagram-Story.
Patricia: Ganz nach Lust und Laune.

Wie viele Handyladekabel besitzt ihr?

Paul: 3
Patricia: 1

Wie oft schaltet ihr euer Handy aus?

Patricia: Wenn ich mit Freunden oder Familie unterwegs bin, immer.
Paul: Drei Mal am Tag.

Auf Klo: Handy oder Zeitschrift?

Patricia: Handy! Zeitungen sind zu teuer, Instagram gibt’s für lau.
Paul: Handy – Kritik und Fragen werden immer auf dem Klo beantwortet.

Handy mit Klingelton oder lautlos?

Beide: Lautlos, wir sind klassische Zurückrufer

iPhone oder Android?

Beide: ANDROID, fuck Apple

Patricia’s Instagram: https://www.instagram.com/wonderpiie/?hl=de
Paul´s Instagram: https://www.instagram.com/paulwolle9/?hl=de
Paul’s Facebook:  https://www.facebook.com/paulwolle9
Pinterest: https://www.pinterest.de/pattundpaul/blogged/