Rätselraum®: Rein ins Abenteuer!

Festivals wie das BTU Sommerfestival, die Wilde Möhre und das Nation of Gondwana bekamen im vergangenen Sommer Besuch von einem ganz besonderen Wohnmobil: dem Escape Mobil vom Rätselraum® Cottbus. Dort kettete das Rätselraum®-Team wagemutige Spieler im Wohnwagen an. Diese mussten versuchen, sich innerhalb von 33 Minuten zu befreien und dabei einige Kopfnüsse knacken. Wir sprachen mit dem Rätselraum®-Chef Benjamin Arnold über diese kreative Rätselidee, seine Pläne für seine Escape Games 2020 und Innovationen in der Rätsel-Branche.

Der Rätselraum® steuert so langsam auf sein dreijähriges Bestehen zu. Zeit, mal Bilanz zu ziehen. Was stellt dich an der Entwicklung deines Projekts besonders zufrieden und wovon hättest du dir mehr erhofft?

Wir haben ein cooles Team und super aufgeschlossene Kunden, die Lust haben, was Neues zu probieren und immer gut drauf sind. Das macht einfach einen Riesen-Spaß und ist nicht selbstverständlich! Außerdem ziehen wir auch Kunden aus Berlin oder Dresden an. Diese sind jedes Mal von Cottbus positiv überrascht, was mich sehr stolz macht und meiner Vision entspricht – die Großstadt nach Cottbus zu bringen. Leider besuchen uns noch zu wenig junge Touristen in Cottbus, da habe ich mir mehr erhofft.

Was glaubst du, in welche Richtung sich Escape Games im Allgemeinen entwickeln werden?

Escape Games werden immer interaktiver und offener. Es wird sich also nicht alles nur in starren Räumen abspielen, sondern nach draußen verlagern – an interessante Orte, in Innenstädte, Parks, Hotels, auf Kreuzfahrtschiffe oder Flughäfen. Auch Lost Places wären sehr interessant.

Welche Rolle wird Virtual Reality deiner Meinung nach bei Escape Games spielen?

Ich habe hier eine ziemlich klare und zu vielen in der Branche konträre Meinung: Virtual Reality wird und sollte gar keine Rolle spielen. VR hat sicherlich seinen Reiz, ist für mich aber eine eigene Branche und hat nichts mit Escape Games zu tun. Denn bei Escape Games geht es ja gerade darum, etwas zum Anfassen zu machen und ein reales, analoges Erlebnis für den Kunden zu schaffen.

Was hast du für 2020 für den Rätselraum® geplant?

Konkret geplant ist auf jeden Fall ein neuer Escape Room. Hier haben wir schon ein geiles Konzept. Außerdem entwickeln wir mittlerweile weitere eigene Rätselkonzepte – das Parkrätsel und das Escape Mobil sind Beispiele dafür. Konzepte an ungewöhnlichen Orten wären interessant. Ich könnte mir z.B. einen Escape Room in einem alten Plattenbau oder Bunker vorstellen.

Das Escape Mobil ist in unserer Region einzigartig. Wie kam der Spaß auf den Festivals an, bei denen ihr vor Ort wart?

Das war ziemlich lustig: Viele Gäste dachten, unser Escape Mobil wäre ein Mobil zum „Runterkommen“ oder Drogen-Kaufen (lacht). Einmal festgekettet, beginnt für die Festivalgäste ein actionreiches und mega lustiges Erlebnis. Die Story zum Mobil spielt auch auf einem Festival und passt eben perfekt dazu – deswegen nennt sich unser Mobil auch „Hangover“.

Auf jeden Fall haben wir auch hier mega coole Kunden und chillen oft mit ihnen vor oder in unserem Mobil und trinken den ein oder anderen Berliner Luft zusammen. Beim „Nations of Gondwana“ musste das Festival wegen eines Unwetters evakuiert werden und wir haben 10 Leuten bei uns „Asyl“ gegeben, was sehr lustig war.

In welchen Zuständen kommen die Gäste auf Festivals zu eurem Escape Mobil – und haben ihre Zustände Einfluss auf ihren Erfolg beim Knacken der Rätsel?

Sicherlich sind die wenigsten Gäste ganz nüchtern und natürlich hat der Zustand auch Einfluss auf den Erfolg (lacht). Wir haben das für das Konzept mit bedacht. Völlig besoffen sollte man das Mobil aber nicht spielen und das lassen wir auch nicht mehr zu, denn die Spieler reißen dann Dinge ab, trinken unsere Schnapsflaschen die zum Spiel gehören aus und machen allen möglichen anderen Scheiß – eben nur nicht die Rätsel lösen (lacht). Trotzdem waren unsere Spieler meistens erstaunlich gut. Ich weiß nicht, ob das an bestimmten Substanzen lag oder die Leute einfach nur gut zusammengearbeitet haben ... (lacht).

Bist du selber beim Rätsel-Lösen eher der Typ, der schnell aufgibt oder bleibst du dran?

Ich würde nicht behaupten, dass ich ewig dran bleibe. Dafür bin ich viel zu ungeduldig. In einem Escape Room hast du aber auch nicht die Zeit, ewig an einem Rätsel dran zu bleiben. Wenn man gar nicht weiterkommt, sollte man sich einem anderen Rätsel widmen und den Teamkollegen weitermachen lassen. Darum geht es beim Escape Game – Zusammenarbeit im Team.

Wir danke für das Interview! Mehr Informationen zum Rätselspaß vom Rätselraum®:

www.escaperoomcottbus.de