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Branitz 1945

Ausstellung im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2020 »KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen«
Die Bodenreform von 1945 ordnete die Eigentumsverhältnissen in Ostdeutschland nach dem Krieg neu. Unter der Losung „Junkerland in Bauernhand“ wurde Großgrundbesitz über 100 ha enteignet. Davon betroffen war auch Familie Pückler in Branitz, deren Park und Schloss ins Eigentum der Stadt Cottbus übergingen. Auf Wunsch des zuständigen sowjetischen Kommandeurs sollte das Parkgelände besiedelt werden, was durch die Hartnäckigkeit der Einheimischen verhindert wurde. Die drei Cottbuser Museumsgebäude lagen 1945 in Trümmern. Der Aufforderung der sowjetischen Militäradministration und der Provinzialregierung Brandenburgs, die Museen schnellstens wieder zu öffnen, war so nicht möglich. Das „leere“ Schloss Branitz kam daher sehr gelegen. Bereits am 30. Juli 1947 öffnete es als Museumsschloss. Seit 1947 war dort auch die städtische Carl-Blechen-Sammlung untergebracht, die 1955 erstmals präsentiert werden konnte. – Die Sonderausstellung blickt auf das Pückler- und Blechen-Erbe in den frühen Nachkriegsjahren, erzählt vom Elan der ersten Museumsleute und Parkhüter und von Plünderungen und Provenienzen im fürstlichen Park.

Infos

Location

Branitzer Park

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