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Liebe, Hass und Einsamkeit. Emotionen in der Kunst

Die menschliche Existenz ist geprägt durch die beiden Pole Vernunft und Gefühl. Emotionen bestimmen unser Leben von den ersten Kindertagen an und sind Triebfedern unserer Handlungen. Daher verwundert es nicht, dass sie ein zentrales Thema innerhalb der Künste darstellen. Unzählige Romane, Theaterstücke und Gedichte widmen sich emotionalen Ausnahmezuständen im Medium der Sprache. Die Kunstform der Oper scheint nur dafür entwickelt worden zu sein, überbordende Affekte musikalisch zum Ausdruck zu bringen. In der bildenden Kunst entfalten diese Themen durch die gattungsimmanenten Mittel Linie, Form und Farbe ihre unmittelbare, ganz spezifische Wirkung über die visuelle Wahrnehmung. Die Ausstellung widmet sich in vier Kapiteln der Repräsentation großer Gefühle in den Bereichen Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie. Gegenübergestellt werden bildliche Umsetzungen der Themen Liebe und Hass, Freude und Trauer. Die Bestände des BLMK in Cottbus und Frankfurt (Oder) bilden dabei die Grundlage für die Auswahl der Werke. Insbesondere in der ostdeutschen Kunst der 1980er-Jahre spielten existenzielle Themen eine herausgehobene Rolle. Scheinbar jenseits des Politischen loteten die Künstlerinnen und Künstler grundlegende Affekte in expressiven Bildschöpfungen aus. Geschlechterbeziehungen zwischen Liebe und Hass waren dabei ein zentrales Thema, wobei oftmals im Rückgriff auf antike und christliche Mythen universelle Bedeutung intendiert wurde.

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Location

21. Grundschule

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