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Catabasis. Dämonen

Projekt von Boris Yukhananov und Ruth Heynen frei nach Fjodor M. Dostojewski (UA)

Mit „Die Dämonen“ zeigte Dostojewski das Wesen totalitärer Systeme auf, lange bevor sie Realität wurden. Der 1873 veröffentlichte Roman beschreibt, wie moderne Gesellschaften um weltanschauliche und politische Orientierung ringen – und Antworten finden, die auch in Diktaturen führen können.

Über die gesamte Spielzeit wird Boris Yukhananov, russischer Theater- und Filmregisseur, Intendant des Stanislavski Electrotheatre und Leiter der Regieschule mir, bildender Künstler und Autor, dieses vielstimmige Werk aufnehmen. Mit dem Cottbuser Schauspielensemble, jungen Akteur*innen aus den Bereichen Theater, Film, Musik, Tanz und Architektur sowie weiteren Begeisterten aus Brandenburg, Sachsen und Berlin kreuzt er es in Zeiten von Corona mit der Idee einer Catabasis (Krankheitsrückbildung).

Das Theater öffnet sich für das Prozesshafte und die individuelle künstlerische Auseinandersetzung. Die Künstler*nnen singen im Park, erobern die Bühne und den Stadtraum, während Yukhananov sie begleitet, eingreift, kommentiert. Er gibt dem Nachwuchs Freiraum, fordert, bietet Widerstand und Unterstützung. Am Ende der Spielzeit öffnet er sein Labor­atorium für das Publikum und zeigt in einer von ihm begleiteten und kommentierten Operation am offenen Herzen des Theaters erstmals öffentlich die prozessuale Theaterarbeit CATABASIS. DÄMONEN, in der alle Genresund Kunstformen erlaubt sind.

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