Events 296

UnifeteaufdreiFloors|17.05.24inCottbus

Das Warten hat ein Ende: Am Freitag, dem 17. Mai 2024, steigt endlich die nächste Unifete – verteilt auf drei Locations im Cottbuser Eberthof! Ab 21 Uhr öffnen das Comicaze, El Chico und Locos gleichzeitig die Türen und zelebrieren Techno, Disco, House, 80ies, )0ies, Querbeet, Raggae und vieles mehr! Der Eintritt ist dabei mehr als human: Für 5 Euro erhältst du Zutritt zu allen drei Locations, Studis zahlen sogar nur 3 Euro!

Schau auf dem Instagram-Profil der Mochis vorbei, um alle Infos und das komplette Line-up zu erfahren:

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Events 412

PfingstrockinHerzberg

Seit 2011 geht es Pfingsten in Herzberg ausgesprochen rockig zu. Im Botanischen Garten beben die Blumen und erzittern die Blätter, wenn verschiedene Rockgrößen in die Saiten und Tasten greifen. 2024 im Programm: Tränen, das neue Duo des Kraftclub-Gitarristen Steffen Israel, welches New Wave mit der Neuen Deutschen Welle vereint. Mit Another Sky und Leap reisen auch zwei britische Progressive und Indie-Rock-Bands an. Ebenfalls angekündigt: Kicker Dibs (Indie-Rock aus Berlin) und Loose Lips (Alternative Grunge aus Oldenburg). Seit 2011 ein Erfolgsrezept des Festivals: entspannte Atmosphäre und humane Eintrittspreise.

Tickets für 29,90 Euro (Tagesticket) bzw. 47 Euro (Wochenende) unter: www.pfingstrock.de 

Jobs / Ausbildung / Praktikum

 

Lauter Leute 500

lauter.leute:_jxst.ly_

Echter Name: Joleen
Geburtsdatum: 09.07.2004
Geburtsort: Spremberg
Beruf: Pflegefachkraft
Lieblingsort: Zuhause
Lieblingsgetränk an der Bar: Cuba Libre
Lieblingsmusik im Club: Charts / Tekk
Lieblingsmusik zum Chillen: Charts
Letzter Song auf Spotify: Theater von Ski Aggu

Joleen über ihre Leidenschaft fürs Cruisen mit ihrer Simson S51 und ihrer KTM SX 125.

Wie fühltest du dich in dem Moment, als du das erste Mal auf einem Motorrad saßt?
Das ist ziemlich lange her, da ich das erste Mal mit 5 auf einem Motorrad saß – aber ich denke: sehr glücklich.

Du besitzt mehrere Zweiräder – welches ist dein liebstes und warum?
Ich liebe meine Simmi und meine Cross – aber wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es meine KTM SX 125. Mit ihr kann ich nämlich durch den Wald oder egal wo lang fahren und dabei den Kopf frei bekommen.

Straße oder Offroad – wie fährst du am liebsten?
Definitiv Offroad, weil man dabei mehr lernen und selbst ausprobieren kann. Obwohl die Straße auch sehr schön ist, um einfach mal Gas zu geben.

Welche Spots zum Cruisen kannst du in der Lausitz empfehlen – auf Asphalt und Offroad?
Für Asphalt zum einen das Industriegebiet in Spremberg und dann der große Parkplatz beim MCC Spremberg. Da trifft man auf die meisten Gleichgesinnten.
In Sachen Offroad das Gelände vom MCC Spremberg. Außerdem der alte Tagebau bei Drebkau sowie diverse Wälder.

Welche Vorteile in Sachen Fahrkünste siehst du beim Motorradfahren gegenüber Autofahren?
Man kann so viel auf einem Motorrad lernen, aber muss sich auch bewusst sein, dass Motorradfahrer sehr schnell verletzt werden können. Autofahrer haben nicht viel, was sie präsentieren können, dafür sind sie sicherer unterwegs.

Welche Ausstattung ist deiner Meinung nach für eine sichere Fahrt unverzichtbar?
Auf jeden Fall Helm, Knieschoner, Rückenpanzer und Crossstiefel.

Was hältst du von dem Vorurteil, dass Motorradfahren Männersache sei?
Das ist totaler Quatsch, da Frauen genau so viel Ahnung davon haben können wie Männer. Man muss sich nur damit beschäftigen.

Wie hat das Motorradfahren dich als Mensch verändert?
Ich bin jetzt definitiv kritikfähiger und lass die Leute reden … Sobald ich auf meinem Zweirad sitze, kann alles um mich herum einfach vergessen – das liebe ich daran.

Wir danken für das Interview.

Instagram: _jxst.ly_

Events 525

2024wirdTrippy?!

Die Vorfreude steigt: Luke Mockridge kommt am 1. Juni 2024 mit seiner Liveshow „Trippy“ in die Stadthalle. Darin stellt er Fragen rund um das Sein oder Nicht-Sein, Realität oder Algorithmus, die rote oder blaue Pille – das alles mit einem Haufen Spaß, Instrumenten und Nostalgie. Jetzt Tickets für 49,10 Euro sichern!

01.06. | 20 Uhr | Stadthalle Cottbus
ab 49,10 € | Tickets unter eventim

Events 485

SummerIslandOpenAirmitGaG

Am 1. Juni geht das Summer Island Open Air auf der Schlossinsel Lübben in die 7. Runde. Dort trifft Picknick-Atmosphäre auf eine große Bühne mit beeindruckender LED-Wall, wo Gestört aber Geil (GaG) sowohl ihre aktuellen Hits als auch Deep House Classics zum Besten geben. Mit Disco Dice, den Ruuuderboyz und Fun-Key runden nicht minder hörenswerte DJs den housigen Tag am Schloss ab.

01.06. | Einlass: 17 Uhr, Beginn: 18 Uhr, Schlossinsel Lübben
nachtflug-tickets.com
Foto oben: Universal Music

Events 489

HomeforPunk,RockundOi!

Ein Wochenende für Freunde am Helenesee.

Es gibt sie noch, die kleinen und feinen DIY-Festivals. Das „Home for Artists“ startete 2023 als Projekt einer Freundesgruppe aus dem Osten. Nach mehr als 20 Jahren als Gäste auf diversen Festivals fassten Olli, Kasu und Micha die Idee, ein eigenes auf die Beine zu stellen. Schnell waren sie sich einig, worauf es ihnen ankommt: faire Preise, vielfältige Musik und ein bisschen Urlaubsfeeling. Vor allem möchten die Jungs vom Home for Artists aufstrebenden Musikern eine Bühne geben. Mit dem Helenesee bei Frankfurt/Oder fanden sie die passende Location. Heraus kam eine Auszeit mit Freunden und Familien, ein Konzertabend mit fünf Bands mitsamt Seeblick. Ein voller Erfolg!

15 Bands – ab 45 Euro

Am 31.5. und 1.6. steht die 2. Edition an. „Home for Artists“ sprach sich rum, bekam gutes Feedback und soll nun behutsam wachsen. Aus einem Programmtag werden zwei, statt 5 Bands spielen 15. Darunter die Hamburger Ska-Punk-Band Rantanplan. Auch Soifass (Oi! & Punk), Tex Brasket (bekannter ehemaliger Straßenmusiker) und MKS (Rock, Punk & Pop) gehören zu den Highlights. Beibehalten werden Olli, Kasu und Micha die bezaubernde Location, den erschwinglichen Eintrittspreis (ab Early Bird 45 Euro/Wochenende/inkl.Camping) – und natürlich die familiäre Atmosphäre.

Home for Artists Festival

31.05. & 01.06., Helenesee (FFO)
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Tickets

Events 592

ZurückzudenWurzeln2024

Es gibt wohl nur ein Festival in diesem Jahr, auf welchem über 260 DJs und Live-Acts Wurzeln schlagen. Die Rede ist vom „Zurück zu den Wurzeln“-Festival auf dem Flugplatz in Jüterbog. 90 Autominuten von Cottbus entfernt erwarten dich zehn Floors mit kulturellen Blüten von House und Disco über Reggae und DnB bis hin zu Techno und und Goa. Wir freuen uns, dir auf der Nebenseite exklusiv das komplette Line-up präsentieren zu dürfen. Umgeben von der Natur des Waldes bietet es den perfekten Rahmen, um dein inneres Kind sprießen zu lassen, dich mit neuen Menschen zu verbinden und Teil der Wurzelfamilie zu werden. Sehnt sich deine Seele nach Ruhe, dann suche dir aus über 80 Workshops deine liebsten Aktivitäten heraus. Für die Stärkung zwischendurch sorgt der Marktplatz, welcher Früchte und Speisen aus aller Welt für dich bereithält. Performances, Kunstausstellungen, ein Kino und unzählige Entdeckermomente runden deine Erfahrung ab. Noch schöner wird es, wenn du dieses prallgefüllte Line-up mit Freunden genießt – also sicher dir doch eines der Gruppentickets mit Rabatt! Infos & VVK unter:

06.-09.06. | Flugplatz Jüterbog
www.wurzelfestival.de


 lauter-exklusiv: Wurzel-Line-up 2024

Märchenwald:

ADI DASSLER • ANDRE GAWLITZA • ANJA SCHNEIDER • ARGIA • BETH LYDI • BRUNA • DANIEL NEULAND DEER • JADE • DEFEX • EINMUSIK • EXCUSE THE PAST • FADD • FEVZEE • FLOYD LAVINE • JIL TANNER • JONATHAN KASPAR • KEKURA • LOCI • LUEKING • MANU STRASSE • MA.PHIA • MATCHY • MAZ´N LIVE • MELANIE RIBBE • MICHAEL MAYER • NINSA • ONNI • PAN-POT • ROBAG WRUHME • SCHEURE • SIMUL SUMUS • SYMIN • V-TIME • VEMATIV • VERO STANDKE • VØSKIJ

Schallschleuse:

AGAINSTME • BLASHA & ALLATT • FADI MOHEM • FREDDY K • GLIMM B2B • RED ROOMS • JAKOJAKO • JAMAICA SUK B2B JAN BES • LEA OCCHI B2B OLIVIA MENDEZ • REKA ZALAN • T.VOID B2B ROBIN STEINDL • V:SONNTAG

Studio54:

AGLS • ANKA • AUDIO VACANZE • BEKKA • BILLY IDLE • BIZZARO UNIVERSE • CHRIS GAVIN • CHRIS KLEIN B2B KARIM RENARD • DAN CELOT • DANIEL HAUSER • DARIO • DISCO SOUR • DISCOFAMILY • DIVINITY • DJ HIMSELF • DOMPE • EARLY GREY • ERI ROSA • EXPRESSO MARTINA • FILBURT • FIXIE FATE • HURRICANE • LISBIRD • MAIK PFLEGER • NEO BEO & ANDY SNATCH • SHIMANSKI • STAHLER • SUGAR D • ZEHLENDORFER • DISCO SQUAD • FLUNDAH

Oase:

BREAKBEAT MOUNTAIN • CARL BERGÉ • CARL BERGÉ B2B PAULY • DJ G-SHRUB • DON TURBO • HAIDENAI • KILL.DB B2B MAXÏM • LEEVEY • MAX HERMANN • MAXÏM • PAULY B2B KILL.DB • SANDY J • TALIA DORR • WELLENREUTHER • ZORA STORNO

Chill im Hain (Elfenfloor):

ANAIS EMMA MAE • ANANDA • AUGENSTEIN & WECKERICH • DANJO & VERENA • DAUNER • DEINE MUM • DÄNU LIVE • EL BATOS • FRANCESCO RIZZI • FRANK BREITENHAUPT • FRÄULEIN FRÖHLICH • FUNKIT • IOTO LIVE • IMD LIVE • JOANNA LENTA • KARMAKIND LIVE • KIKO • LAZZY LÖRES • LEELALOOPS • LICHTRAUM • LUCAS VAZZ •  MANTRAVINE LIVE • MAX HERMANN • MERRY • MIRA VANA • OMKARA • PALEO • PARADYME • SAN MIGUEL • THIAS RAUN • TURAK • YOEMAN LIVE

Wurzelfloor:

AAMUN KOI • CARIN HALE • CONNEXX • COSMIC PLAYGROUND • DJ SAIBOT • DJ SAKE • EDIKS • EKTOSIDE • FEELSONIC • GANDAALV • HIGH ROLLER • HITODAMA • HOTZENPLOTZ • HYPERION • IKARUS • INFECTED • MALASKARA • FATAL MORGANA • MANTARA • MIKAERU • NAUTICUS • PARAGRAF • PRAJAPATI • PSYSCHILLY • PSYDONEUM • SONOROUS SPACEPAKORAS • TAURIX • TOK´RA • VAAS • VIBRATECH • VIRTUAL SHAMAN • XIAN • ÜBERSERUM

Waldphilharmonie:

DESOLAT • JENS WIESNER • KALON • KASSETTENRICARDO • KATHIE DRIVES • MEVLANA • MICRONAUT LIVE • MINA RICHMAN • MORITZ LEY • SMALL TOWN ARTISTS • VON FLOCKEN

Rumpelkammer:

ACE • ANNCA & MOONADDICT • AUDITE • DJ K.C. • DERDUDE • INHALE • INSPECTAH K • INTERKONEKT • KAAZI • LIONESS LORA & KALLE SANKOFA • LOLA BRENNT • MACHETE • MINAAR • SIEBENSCHLAEFER • STUMBLETON • TOBE HIGHER • TORK SCHNEIDAR • TUFFADUB • XANDER • CV369 • HIDDEN SICKNESS • PLASCHUNIQUE

Secret Floor:

BOBBY INNENSTADT B2B BECKSHAM • CEM PLEM B2B JOHANNA PIO • E.RICH B2B SCUMDOG • FARAZ SHIN • FLOFF • GDA • HERMANN STANGE • IN:PARIAH • JANSN B2B MAX WIDE • JOJO~ • LISA LIESINGER • GENTIJANA ZENELI • MEHAGI B2B GERD SONNTAG • SANDY J • SUSANNE P. • SCHIFER

47Wäldchen:

7-HYDROXY LIVE • ABRALABIM • ACHHRA • AIO • ARKASHIC RECORDS LIVE • BIMSKIS ERBEN • CORACOIDEUS • CORNELIA • DANIEL MOODY • DONKA • FAUL & SPAETH LIVE • HEIDI VAN DE FLAUSEN • KADO • LEO NORDMANN LIVE • MASOU • MAIBERG LIVE • MAX LUXUS & HELL-G • MOGLE • PETER PIVO • PHINE MAJA • TINKABELL • TRANSISTOR KULT • YAMI MAHO

Events 499

EinewichtigeDurchsage

Achtung! Achtung! Eine wichtige Durchsage vom Chekov-Team: Ähh *rülps* hier Dings 30 Jahre Chekov mit Festival und so ... Oi! – mehr muss man zum „Unoptimal Festival“, der Jubiläumssause vom Chekov an der Cottbuser Spree, wohl nicht sagen. Außer, dass neben einer Liveact-Mainstage auch „Kraftwerk Sonne“ und die „Stuss am Fluss“-Crew Floors beisteuern. Und, dass Kunst, Workshops und Streetfood die Feier abrunden.

06.-08.06. | Chekov & Strombad Cottbus
Tickets: shop.steeltownrecords.de
Foto oben: derzeko

Events 631

AufzumSägewerkFestival

Früher Panzerkasernen-Partys und Bunker-Raves in Bernau und Oranienburg, heute Festivals auf einem Flugplatz! Der Berliner Verein khisdapaze e.V. verfolgt die Leidenschaft, Partys an ungewöhnlichen Locations wie zerfallenen Lagerhallen, Lichtungen im Wald, ungenutzten Parkhäusern oder anfangs genannten Kasernen und Bunkern zu veranstalten. Mit dem Sägewerk Festival 2024 steht ihr bisher größtes Event an – vom 14. bis 16. Juni auf dem Flugplatz Cottbus-Drewitz!

Laut, live und heiß

Auf vier Bühnen stehen House, Techno, Trance, Hardgroove, Hip-Hop, Indie Rock, Punk und Pop auf dem Programm. Zu dem abwechslungsreichen Line-up zählen mit Schrippentonis Wafflehouse, DJ Klinke, Lorenza Laserstein, Pavelo Promillo b2b Giorgio Inkasso, Jojogigirl und The Real Cheesus die wohl klangvollsten Namen, welche die Lausitz 2024 zu bieten hat. Live performen für dich unter anderem Baby of the Bunch, Carlo Karacho, Carls8erg, Schnallo und Vorsicht Kinder. Über 100 DJs, Live-Acts und Bands gehören zum Aufgebot. Abseits der Musik erwarten dich Kunst- und Lichtinstallationen, Workshops, Köstlichkeiten aus aller Welt, eine Sauna und ein Hot Tub.

123,45 fürs Ehrenamt

Eine Besonderheit des khisdapaze e.V. ist seine Gemeinnützigkeit. Die Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich für dieses Event, jegliche Überschüsse fließen in die Verschönerung zukünftiger Raves. Am Tresen erwarten dich faire Getränkepreise, und auch die Tickets kommen mit 123,45 Euro vergleichsweise günstig daher. Das vollständige Line-up und den Ticketshop findest du im Web.

Sägewerk Festival 2024
14.-16.06. | Flugplatz Drewitz
www.saegewerk-festival.de

Events 535

EinZenitregionalerVielfalt

Jedes Jahr, wenn die Sonnenwende ansteht, beherbergt der Alte Speicher Cottbus einen Höhepunkt aus Musik, Malerei und Film. Im Dämmerlicht des Sommers lädt die SoNaRa (SommerNachtRaum) dazu ein, Stadtkultur abenteuerlich zu genießen und ein Ausstellungsgelände zu entdecken, das vor Kreativität, aber auch Vergänglichkeit nur so strotzt.

21. & 22.06. | Alter Speicher Cottbus
Eintritt frei | www.kulturpiraten.org
Foto oben: derzeko

Events 580

Partyumringtvon1.500Stämmen

Techno-Star Anna Reusch bereist bei ihren rund 50 Gigs 2024 Party-Tempel in Spanien, Dänemark, Tschechien, Albanien, in der Niederlande und der Schweiz – und doch dürfte die Burg der Slawen ihre wohl spannendste Kulisse sein. Beim Slawenburg Raddusch Open-Air bringt sie den Holzwall zusammen mit Thomas Lizzara, Komacasper, Rysann sowie Tief & Ton zum Beben. Tickets gibt's im Vorverkauf für 19,90 Euro.

13.07. | 22 Uhr | Slawenburg Raddusch
Tickets: nachtflug-tickets.com
Foto oben: Leon Kopsch

Events 533

WoodstockamKarpfenteich

... so wird die 1973 in der Niederlausitzer Idylle gegründete „jazzwerkstatt Peitz“ liebevoll von Fans genannt. Bereits zum 61. Mal findet das Festival statt, und das in seinem 51. Jahr. Geboten wird ein beeindruckendes Line-up internationaler Jazz-Künstler. Erstmalig verleiht das Festival außerdem den Jazzpreis Brandenburg. Tickets kann man sich ab Mitte April sichern.

16.-18.08. | Am Hüttenweg, Peitz
www.jazzwerkstatt.eu 

Events 464

Feuer,Erde,Wasser,Luft

Fandom-Anhänger von Avatar bis Zelda fiebern gespannt der 2024er-Auflage vom Elbenwald Festival entgegen.

Der ein oder andere dürfte neben Vorfreude auch Skepsis empfunden haben, als mit „Avatar – Der Herr der Elemente“ eine Live-Action-Adaption für Netflix angekündigt wurde. Schließlich gehört das Abenteuer rund um Aang, Katara, Appa und Co. zu den schönsten US-Anime-Geschichten, die viele in ihrer Kindheit und Jugend sehen durften. Das kann man bei einer Neuauflage doch nur verhunzen, oder?

Vertraut und doch neu

Zum Glück wurden die Bedenken bei den allermeisten schnell zerstreut. Die Serie ist wie eine emotionale Reise zurück in eine geliebte Welt. Eine kraftvolle Neuerzählung, mit deren Ereignissen man vertraut ist, die manches anders macht, und die genauso stark berührt wie früher. So ist es kaum verwerflich, die erste Staffel an einem Tag durchzu„bingen“ und auf baldige Staffeln 2 und 3 zu hoffen, welche auch das Original bot.

Drei Staffeln Erlebnis-Bingen

Ob der Aang auf dem Artikelfoto wohl derselben Meinung ist? Er wurde auf dem Elbenwald Festival 2023 fotografiert – und erlebt seine ganz persönliche Neuauflage in diesem Sommer vom 2. bis 4. August. Dann ruft wieder der Elbenwald – und Tausende Nerds, Cosplay:innen, Musikliebhaber:innen und Schaulustige strömen in den Cottbuser Spreeauenpark. Drei Tage – oder eher: drei Staffeln – voller Erlebnis-Bingen stehen bevor. Dabei trifft Aang auf Alice aus dem Wunderland, Barbie auf Batman, Link auf Luke und Gandalf auf Dumbledore.

Feuer …

… und Flamme wird Aang mit Kratos sein, während sie im Partnerlook Zauberstäbe herstellen. Erde ist zum Greifen nah, wenn er im Drachenfeste-Glamping oder Fuchsbau-Tipi zur Ruhe kommt. Wasser plätschert im Elbenwald-eigenen Festivalsee. Liebe liegt in der Luft, wenn bei Deutschlands buntestem Convention-Festival alle denkbaren Fandoms aufeinandertreffen.

Festicon? Constival?

Was ist „das Elbenwald“ nun eigentlich? Festival oder Convention? Glaubt man den anwesenden Star Wars-Bataillonen, dann verbindet es das Beste beider Welten. Dich erwarten Bands wie Zweiraumsilke, Querbeat, RAUM27, Haggefug, The Magic Mumble Jumble, Nerds at Raves, Hasenscheisse und Saltatio Mortis. Genauso gut kannst du dich in Workshops wie Bogenschießen, Quidditch und Kräuterkunde stürzen, Expertentalks lauschen oder einfach nur die traumhaft verkleideten Menschen bestaunen. Wie bei Avatar sorgen alle Elemente zusammen für ein großes Vergnügen – und das in einer behutsam erweiterten 2024er-Auflage, mit dem Ziel, dass du deine ganz eigenen, wundervollen Geschichten erlebst.

Elbenwald Festival
02.-04.08.2024
Spreeauenpark Cottbus
Tickets: elbenwald-festival.de

EWF23 Kontrollverlust RainerKeuenhof klein

Events 467

DasLauter-Fanvoting:D'n'B&Dubstep

Welcher DJ hat die größte Fangemeinde in der Lausitz? In jeder lauter-Ausgabe nehmen wir uns ein Musikgenre vor und lassen dich für deine Lieblingskünstler:innen abstimmen. Mit dabei sind diesmal vier Lausitzer DJs aus Drum'n'Bass und Dubstep. Sie überzeugen allesamt mit einer Menge Talent. Doch wer die meisten Probs bekommt, liegt in deiner Hand! Gib deine Stimme auf unserer Insta-Seite ab. Die Sieger erhalten ein Interview mit uns in der kommenden Ausgabe vom lauter-Magazin.

Voting-Start: 08.04. | Ende: 15.04.
Instagram: @lauter.de

Foto: serazetdinov, istock


Mr. Quint

Carl aka. Mr. Quint steht für Drum'and'Bass und Dupstep, der auch mal abseits des Gewöhnlichen angesiedelt sein darf. So erzählte er 2021 in seinem Album „Wir sind in der Hölle | Historischer Dubstep“ die Geschichten von Überlebenden des Holocaust – zu sehen auf YouTube. Absolut floortauglich geht es wiederum in seinen weiteren Produktionen zu, welchen man auf YouTube und Bandcamp lauschen kann.

Instagram: quint_music
linktr.ee/mrquint


Shoggoth

... heißt eigentlich Zoltan und hat seine musikalischen Wurzeln im Hip-Hop und lässt diesen gern in seine D'n'B-Sets einfließen. Am liebsten beschwört er bei 87,5 bzw. 175 BPM eine dunkle Stimmung herauf – so zum Beispiel bei der berüchtigten „WK-Party“ in Cottbus. Auch in der Boulderhalle Klunker war er schon zu hören – dort arbeitet er tagsüber.

Instagram: zoltanbenkhemais
YouTube: subarearadio / Quick Session 8


Skorna

Skorna hat seine Liebe für D'n'B im Chekov entdeckt und bringt ihn mit der Veranstaltungsreihe „Drumcage“ zurück in seine alte Heimat. Dabei legt er großen Wert auf Diversität und Awareness. Er ist mit dunklen und treibenden Klängen auf Tour und hat bereits Gigs in Cottbus, Leipzig, Kiel und Jena absolviert, obwohl er dabei bewusst auf Instagram-Promotion verzichtet.

Instagram: skorna.dnb
Soundcloud: skornadnb


Itzshtek

Ursprünglich aus Cottbus stammend, hat sich der Neurofunk-DJ einen Namen auf Underground-Raves gemacht, die bis nach Leipzig reichen. In seinem Musikstil geht es um drückende, schnelle Basslines, die er mit komplexen Rhythmen zu aufregenden Soundlandschaften verschmilzt. Als Mitglied des Kollektivs „Krumm & Schief“ wirkt er darüber hinaus am „Wicked Waste“-Festival mit.

Instagram: itzshtek
Soundcloud: itzshtek

Interviews 631

Punkrock,PolitikundParty

Im Interview: Schwindelbude, die Gewinner unseres Punk- und Oi!-Fanvotings.

Schwindelbude – das sind Schloise, Piffi, Ben, Steini und Kette, eine Finsterwalder Punkrock-Band. In wechselnder Besetzung gibt’s die Truppe seit 2007 – und kaum einer weiß noch, warum sie eigentlich so heißen. Bekommen wir bei diesem Fanvoting-Sieger nur Lügen aufgetischt? Wir lüften das Geheimnis und kommen über Punk ins Gespräch.

In welcher Situation hattet ihr eure erste Begegnung mit Punkrock?
Kette: Das ist bei mir sehr lange her. Wahrscheinlich war‘s auf dem Schulhof, wo wir „Schlachtrufe“-Sampler und grottig kopierte Exploited-Tapes getauscht haben. Das wurde dann sehr schnell zu einer Art Wettbewerb, wer nun die krasseste Band entdeckt hatte.
Ben: Auch mir überreichte jemand eine gebrannte „Schlachtrufe“-CD!
Schloise: Witzigerweise hat mein alter Herr immer lautstark beim Abwaschen „Skeptiker“ gegrölt, da waren die Platten schnell bei mir im Zimmer. Mein großer Bruder hatte mir mit 13 ein Tape mit „L'attentat“ und „Schleimkeim“ geschenkt. Das war der Start.
Steini: Durch meine ältere Schwester habe ich bei Zeiten „Die Toten Hosen“ und „Die Ärzte“ gehört. Irgendwann in der Grundschule kam ich dann mit diversen Samplern in Berührung, darunter die „BRD Punk Terror“ und „Sicher gibt es bessere Zeiten“.
Piffi: „Sicher gibt es bessere Zeiten“ zählte auch zu meinen ersten Punksamplern, genauso wie Schlachtrufe.

Was machte Punkrock für euch aus, sodass ihr euch seitdem damit beschäftigt?
Kette: Musikalisch sicher die Einfachheit der Musik. Es gibt keine große Hürde damit anzufangen. Es genügt ein bisschen Frust und etwas zusammengeschnorrtes Equipment. Als Lebenseinstellung war es anfangs das schlichte „Dagegen-Sein“ – eine grundsätzliche Antihaltung gegen alles und jeden. Das hat sich zum Glück mit der Zeit etwas differenziert.
Schloise: Punk ist für mich ein „Alles kann, nichts muss“-Ding. Ich höre auch viel Metal und bin der Meinung, dass sich beides sehr gut vereinbaren lässt. Die Menschen auf den Konzerten und Festivals machen, neben der Musik, einfach Spaß und tragen dazu bei, sich als großes Ganzes zu sehen.
Ben: Anders sein, anders leben und Community – das macht Punk für mich aus.
Steini: Musikalisch ist es eher die Vielfalt. Da irgendwie alle modernen Musikrichtungen ihren Ursprung im Punk haben, auch wenn es die einen oder anderen nicht immer wahr haben wollen.
Piffi: Ich mag es, wie im Punkrock soziale und politische Themen angesprochen werden können. Dadurch kann man im besten Falle viele Menschen mit seinen Themen erreichen und sie damit ermutigen, unterstützen, Freude bereiten, Hoffnung geben oder auch mal trösten.

Wie kamt ihr auf den Namen „Schwindelbude“ und welche Bedeutung hat er für euch?
Schloise: Keen Plan.
Kette: Da ich erst 2013 dazu gestoßen bin, gab es den Namen schon. Vielleicht wurde es mir mal erklärt, wie es dazu kam und ich habe mal wieder nicht zugehört. Für mich bedeutet es irgendwie: die Coverband, die nicht mehr covert – also nicht das ist, was mal versprochen wurde. Vielleicht erfahre ich mehr durch dieses Interview und merke es mir endlich mal.
Steini: Schon mal South Park, Staffel 2, Folge 13 gesehen? Von da stammt der Name. Ursprünglich haben wir nur Cover gespielt. Daher war der Name Programm.
Piffi: Das was Steini sagt.

Wie hat sich die Punker-Szene seit eurer Gründung 2007 verändert?
Kette: Grundsätzlich ist die Szene älter geworden. Es gibt gefühlt kaum noch Nachwuchs. Es wäre schön mal wieder ein paar neue, jüngere Gesichter auf Konzerten zu sehen.
Steini: Gerade bei Festivalbesuchen nach Corona war es krass zu sehen, wie alt alle geworden sind. Auch vor der Bühne ist es daher sehr ruhig geworden.
Kette: Allgemein ist dadurch die Szene aber auch reifer geworden. Stumpfe Parolen sind zu ausgereiften politischen Ansichten gewachsen.
Ben: Korrekt, es gibt kein einfaches „Dafür oder dagegen?“ mehr. Man muss viel mehr Sachen hinterfragen und recherchieren.
Piffi: Allgemein habe ich das Gefühl, dass heutzutage in bestimmten Bereichen mehr auf political correctness geschaut wird, was richtig und wichtig ist. Nur gilt es, dabei natürlich auch das richtige Maß zu bewahren.
Schloise: Sicherlich ist in den Jahren auch alles mehr „PC geworden“ – kann man machen, muss man aber nicht.

Was macht euch als Punker charakterlich aus?
Schloise: Doofe Frage, keine Ahnung. Bin kein Punk :D
Kette: Ich schon! Wobei, im Alter bin ich verhältnismäßig spießig geworden. Aber geblieben ist der Reflex, immer erstmal das Gegenteil von dem zu tun, was durch Autoritäten erwartet wird – oder auch meine DIY-Einstellung, alles selbst zu machen, auch wenn man dabei krachend scheitert.
Steini: Ich glaube, es ist das Gesamtbild, bestehend aus den sogenannten „drei P“: Punkrock, Politik und Party. Leider nimmt mit dem Alter die Verantwortung zu. Dadurch werden die P’s kleiner.

Auf welchen Punker-Look seid ihr überhaupt nicht mehr stolz?
Kette: „Nicht stolz“ ist übertrieben, aber die viel zu eng geschnürten 20-Loch-Stiefel waren eventuell etwas drüber. Zumal man sich massiven Blutverlust und diverse Blasen erspart hätte. Aber Stil über Bequemlichkeit.
Steini: Meine kaputten blauen Tartan-Hosen, aus denen meine halbe Unterhose rausgeschaut hat.
Piffi: Da gibt es nichts. Ich stehe voll hinter dem, was ich getragen und verkörpert habe!

Wer ist euer musikalisches Vorbild?
Kette: Das Wort Vorbild ist vielleicht etwas hoch gegriffen, aber zur Inspiration mag ich schrammligen Deutschpunk wie Schleim-Keim, Toxoplasma und Gewaltbereit, den 80er-Hardcore in Richtung der Dead Kennedys, Minor Threat, 7-Seconds, gerne auch Crust und D-Beat.
Schloise: Ohne Frage, auf jeden Fall: Loikaemie! Die Helden meiner Jugend. Troopers sind auch knufte und Schleimkeim lief bei uns rauf und runter. Ansonsten fühle ich mich auch im Metal ganz wohl.
Piffi: Für mich war es immer Deutschpunk wie z.B. WIZO, Dritte Wahl und Fuckin Faces.

Welchen eurer Songs würdet ihr Neulingen empfehlen, um euch bestmöglich kennenzulernen?
Kette: Unser beliebtester Song scheint „7810“ zu sein. Der Song, in den wir am wenigsten Mühe gesteckt haben. Irgendwas daran scheint den Menschen zu gefallen. Sobald wir die Formel geknackt haben, machen wir nur noch Gassenhauer wie „7810“ und du findest uns auf dem Bravo-Cover.
Piffi: Der Song „Alte Zeit“ beschreibt uns ganz gut, da in ihm viele reale Erlebnisse verarbeitet wurden. Aber eigentlich sind alle unsere Songs und selbstverständlich auch die kommenden empfehlenswert. :-)

Wann darf man denn neue Musik von euch erwarten?
Piffi: Auf Konzerten spielen wir schon neue Songs, die nicht auf unserer Platte (CD, Spotify, Youtube, etc.) sind. Und wenn alles nach Plan läuft, wird es bald auch neue Sachen zu hören geben.
Kette: Tatsächlich haben wir Anfang des Jahres einen neuen Proberaum bezogen und sind gerade dabei, dort ein Tonstudio einzurichten. Wenn das fertig ist, werden wir neue Lieder einspielen. Ob das neue Album dieses Jahr noch fertig wird ist schwer zu sagen, aber im nächsten Jahr wird es bestimmt soweit sein.

Wir danken für das Interview.

Next dates
12.04. – Basta Görlitz
06.-08.09. – CheckOut Festival
09.11. – Fürstenwalde

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Schwindelbude auf Spotify

Demokratie 566

DasLausitzerSuperwahljahr2024

Wie sieht die Zukunft unserer Region aus? Am 9. Juni bei der Kommunal- und Europawahl und am 1. (Sachsen) bzw. 22. September (Brandenburg) zur Landtagswahl bestimmst du mit. Fotos: Andreas Franke

Für die Lausitz wird 2024 zum Superwahljahr. Gleich drei Mal kannst du von deinem Recht Gebrauch machen und bei der Kommunal-, Landtags- und Europawahl beeinflussen, wer demnächst die Geschicke unserer Region leiten soll – eine Entscheidung, die nicht gerade leicht wiegt.

Lausitz im Wandel

Denn mit der Strukturentwicklung befinden wir uns in einer Zeit drastischer Veränderungen, in der sich die Lausitz, flankiert von Investitionen in Höhe von 20 Mrd. Euro – eine Auswahl konkreter Projekte findest du auf S. 73 – von einer Kohle- hin zu einer Modellregion für Transformation und Klimaschutz wandelt. Gerade die politischen Entscheidungen der nächsten Jahre werden unsere Zukunft also nachhaltig prägen.

Stolperstein

Dabei hat vor allem die Europawahl den Ruf einer Protestwahl, bei der meist nicht mal jede:r Zweite teilnimmt, erarbeitet – etwas, was sich die Lausitz nun nicht leisten kann. Von der europäischen Ebene, die unsere Region wie kaum eine andere durch Milliarden an Förderung profitieren lässt, bis zur kommunalen Ebene, die finanzierte Projekte vor Ort umsetzt, bedarf es nun einer reibungslosen Zusammenarbeit, damit der Wandel glatt läuft. Wir wollen jetzt nicht belehren, wen du zu wählen hast, sondern bieten dir neben einem kleinen Extra (siehe rechts) lediglich einen trockenen Faktencheck zu den zwei wichtigsten Themen für die Lausitz: Zuwanderung und Energiewende – damit du dir selbst ein Bild machen kannst.


 Ankreuzen leichtgemacht

Am 9. Juni und 1. bzw. 22. September hast du die Wahl: Wählen gehen oder nicht? Vielleicht gehörst du ja zu denen, die in diesem Jahr zum ersten Mal ihre Kreuze setzen dürfen. Berechtigt bist du bei den Europawahlen nämlich neuerdings schon ab 16 Jahren. In Brandenburg gilt das auch für die Kommunalwahlen sowie für die Landtagswahlen. Lies dir die folgende Anleitung durch, damit deine (erste) Wahl glatt läuft.

Heute ist Wahltag? Befolge diese 12 Schritte ...

  1. Wecker stellen. Sicher ist sicher, zumindest Redakteur Joko schläft gern, bis es wieder dunkel ist
  2. Hose anziehen. Wenigstens an diesem einen Sonntag kann man das mal machen.
  3. Moby Dick gedenken. Schließlich ist Wahltag!
  4. Nicht vergessen: Perso und Wahlzettel. Ohne wird dich der Türsteher nicht reinlassen. Immerhin: Der Eintritt wird frei sein.
  5. Das Haus tatsächlich verlassen – und nicht wieder ins Bett gehen.
  6. Karten-App öffnen und zum Wahllokal navigieren. Oder bist du etwa über 30 und hast noch einen Orientierungssinn?
  7. An der Schlange anstellen. Leider gibt’s dort keinen Fast Entrance mit Gästeliste. Auch ein Warte-Bier kommt nicht so gut.
  8. Wahlzettel durchlesen. Sicherstellen, dass du den Zettel nicht falsch herum hältst, so wie Homer Simpson seine Zeitung.
  9. Die erforderliche Anzahl Kreuze in Kreise setzen. Den Stift dabei nicht in den Mund nehmen und keine weiteren Kreise dazumalen.
  10. Den Wahlzettel maximal achtmal zusammenfalten (einmal reicht auch), dabei dem eigenen Origami-Drang widerstehen.
  11. Die Stimme abgeben, indem du den Wahlzettel in die Wahlurne steckst. Dabei den vorhandenen Schlitz nutzen – und keinen neuen hinzufügen.
  12. Das Wahllokal verlassen, nach Hause zurückkehren, Hose wieder ausziehen – geschafft!

 Faktencheck Immigration

Der Teufel liegt im Detail

„Durch Zuwanderung hat Deutschland eher Nach- als Vorteile” – so denken laut ARD-DeutschlandTREND (Okt. 2023) ca. 64 % der Deutschen und ebenso viele sprechen sich laut einer Umfrage des NDR (Okt. 2023) für die Aufnahme von weniger Geflüchteten aus – zumindest bei einer pauschalen Ja-oder-Nein-Frage. So zeigt letztere Erhebung auch, dass eine Mehrheit die Aufnahme von Geflüchteten befürwortet, solange diese aufgrund von Verfolgung (62 %) oder Krieg (71 %) ihre Heimat verlassen. Und eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (2019) mit ähnlichen Zustimmungswerten für Geflüchtete (67 % und 73 %) ermittelte, dass potenzielle Arbeitskräfte für Branchen mit Personalmangel sogar noch willkommener sind (79 %).

Einwanderungsland

… so wird Deutschland von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bezeichnet. Und tatsächlich lag die hiesige Fertilitätsrate von 1970 bis 2021 bei nur 1,46 Kindern pro Frau und damit deutlich unter dem Wert von 2,1 Kindern, der nötig wäre, damit die Bevölkerung nicht schrumpft. Dass sie stattdessen sogar wächst, haben wir der Zuwanderung zu verdanken. Das Resultat: Laut destatis hat heute mehr als jeder Vierte in Deutschland einen Migrationshintergrund (14 % sind Ausländer mit eigener Migrationserfahrung), bei unter 15-Jährigen sogar fast 40 %. Der Arbeitsmarkt spiegelt dies auch wider, wo schon Großteile ganzer Branchen, wie z.B. der Hochbau (49 %), von Ausländern abhängig sind.

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 Unser Zuwanderungsproblem

Die Pyramide steht Kopf

Zudem wird sich dieser Trend weiter fortsetzen, da laut destatis bis 2036 mit den Babyboomern 18 Mio. Menschen in Rente gehen – aber nur 11 Mio. nachrücken. So würde ohne einem positiven Wanderungssaldo die Erwerbsbevölkerung von 43,6 Mio. in 2019 bis auf 28,2 Mio. in 2060 sinken. Um diese lediglich zu halten, wäre laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bis dahin jährlich eine Nettozuwanderung von 400.000 Personen nötig. Und die Betonung liegt hier auf NETTO.

Hereinspaziert

Da viele Zugewanderte nämlich nicht dauerhaft bleiben und im Gegenzug wiederum auch Deutsche auswandern, geht Herbert Brücker, Leiter des Forschungsbereichs „Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung“ am IAB, davon aus, dass es zum Erreichen einer Nettozuwanderung in dieser Höhe zukünftig pro Jahr Zuzüge im Bereich von nicht weniger als 1,5 bis 1,6 Millionen Menschen bedarf.

Von weit weit weg

Zuzüge in dieser Größenordnung sind aber nur möglich, wenn auch Menschen aus Drittstaaten nach Deutschland kommen. Das zeigt eine Prognose der Bertelsmann Stiftung von 2019. Durch mittlerweile abflauende Effekte der EU-Osterweiterung und Staatsschuldenkrise in Südeuropa würden die Zuzüge aus EU-Staaten nach Deutschland so sinken und schon ab 2025 auf unter 400.000 Personen fallen (damit fehlen über eine Millionen). Zudem hat die EU mit einer durchschnittlichen Fertilitätsrate von 1,53 Kindern pro Frau (2021) dasselbe Problem wie Deutschland mit aktuell 1,46 Kindern (2022).

Knappe Kiste

Auch in den letzten Jahren wurde, trotz einer verstärkten Zuwanderung, im Zeitraum von 2010 bis 2021 durchschnittlich mit circa 424.000 Personen die anzupeilende Marke von 400.000 nur geradeso erreicht. Ungeachtet dessen und dem Fakt, dass in Deutschland mit einer Erwerbslosenquote von 3,1 % (Dezember 2023) nahezu Vollbeschäftigung herrscht, leidet die Wirtschaft bereits heute an einem Fachkräftemangel und einem damit einhergehenden Verlust, den die Deutsche Industrie- und Handelskammer auf 100 Mrd. Euro im Jahr schätzt – was den Ernst der Lage verdeutlichen dürfte.

Hier geht’s zur interaktiven Bevölkerungsvorausberechnung von destatis mit variablen Szenarien.


 Die älteste Region der Welt

Recruitung am Limit

Und dabei ist besonders die Lausitz betroffen. Laut der Agentur für Arbeit Cottbus lag die hiesige Vakanzzeit (ein Wert, der ausdrückt wie lange Unternehmen brauchen, um eine offene stellen zu besetzen und damit repräsentativ für die Schwere des Fachkräftemangels steht) mit 152 Tagen deutlich über dem Bundesschnitt von 121 Tagen. Weiterhin nahmen beim Lausitz Monitor 2023 fast zwei Drittel der Befragten einen starken Fachkräftemangel bei ihrem Arbeitgeber wahr. Grund dafür ist, dass nicht alle Regionen Deutschlands von den verstärkten Zuzügen der letzten Jahre profitiert haben.

Suchen, wo nichts ist

So lebten 2022 rund 94,6% aller Personen mit Migrationshintergrund im Westen und in Berlin. Der Osten hat kaum Anteil am Bevölkerungswachstum „Gesamtdeutschlands” und damit 2019 einer Studie des ifo Instituts zufolge eine Population, so niedrig wie 1905. Darum ist auch besonders die Lausitz vom Fachkräftemangel betroffen, da hier auf der einen Seite durch den Strukturwandel über 20.000 neue Jobs entstehen, auf der anderen Seite das Durchschnittsalter 2020 mit knapp 48,8 Jahren (brandenburgische Lausitz) aber über dem Japans, dem ältesten Land der Welt, lag und die Erwerbsbevölkerung noch weiter sinkt:

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Willkommenskultur

Die Lausitz hat kein Abwanderungsproblem. Das verdeutlicht eine Studie der BTU für die brandenburgische Hälfte von 2023, die zeigt, dass der hiesige Wanderungssaldo von 2015 bis 2021 immer in einem positiven Bereich zwischen 2.500 und 5.000 Personen lag, der Bevölkerungsrückgang dadurch aber trotzdem nicht gebremst werden konnte und pro Jahr gut 1.000 Menschen betrug. Auch wenn mit dem Strukturwandel und Investitionen in Höhe von 20 Mrd. Euro in der Lausitz gerade eine Vielzahl zukunftsträchtiger Projekte entsteht, braucht es dringend eine verstärkte Zuwanderung, um sowohl die über 20.000 neuen Arbeitsplätze zu füllen, als auch das, durch die Überalterung, extrem sinkende Erwerbspotenzial aufzustocken.


 Akzeptanz statt Vorurteile

German Angst

Dass die teilweise abgelehnt wird, liegt laut Deutschland-Monitor 2022 an Sorgen über zu hohe Kosten für den Staat und die Kriminalität. Dabei sank letztere nach Bundeskriminalamt seit 1993 aber fast konstant und erreichte durch Corona 2021 ihren Tiefpunkt, wonach sie 2022 lediglich auf ein Niveau zurückkehrte, das noch unter dem von 2017 liegt. Und auch wenn Ausländer mit knapp jeder dritten Straftat überproportional vertreten sind, liegt das auch daran, dass sie eher jünger und männlich sind. So liegt das Durchschnittsalter der, seit dem Jahr 2013 Eingewanderten, bei 29,9 Jahren, das von Deutschen bei 47 Jahren.

Investitionen statt Ausgaben

Und wenn man bedenkt, dass der Fachkräftemangel bereits über 100 Mrd. Euro kostet, relativieren sich die Ausgaben für Flucht und Migration (Aufnahme bis Soziales) von 48,2 Mrd. Euro und für das Bürgergeld (inkl. Verwaltung etc.) von 43,8 Mrd. Euro im Jahr 2023. Zumal gerade beim oft kritisierten Bürgergeld Menschen mit Migrationshintergrund unter den 3,93 Mio. arbeitsfähigen Empfängern mit 62 % zwar den Großteil ausmachen, die Gründe wie mangelnde Sprachkenntnisse aber auf der Hand liegen (so besuchen gut 2,33 Mio. der 3,93 Mio. Weiterbildungsmaßnahmen, haben Minijobs usw.).

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Weiterhin steigt die Erwerbstätigenquote von Geflüchteten innerhalb von 7 Jahren Aufenthalt in Deutschland auf 62 %. Bei Männern mit rund 75 % entspricht das sogar fast dem deutschen Durchschnitt. Damit werden die jährlichen Ausgaben vom Rentensystem und der Krankenkasse (117 bzw. 289 Mrd. Euro in 2023) maßgeblich von Menschen mit Migrationshintergrund mitgetragen, während diese lediglich 11,5 % der davon Profitierenden über 65-Jährigen ausmachen.

Nicht stur stellen

Gerade in einer Region wie der Lausitz mit schrumpfender und überalterter Bevölkerung brauchen wir also eine Debatte, wie die Integration von mehr Leuten gelingt, anstatt wie sie verhindert werden kann – denn möglich ist sie allemal und auch notwendig.


 Faktencheck Energiewende

Fakt ist Fakt

Der menschengemachte Klimawandel ist schon lange wissenschaftlicher Konsens. Das zeigt unter anderem eine Untersuchung an der Cornell-Universität in Ithaca, New York, von 2021, die 88.125 wissenschaftliche Arbeiten des Fachgebiets aus den Jahren 2012 bis 2020 analysierte und lediglich 28 mit einer abweichenden Meinung fand. Selbst 2009 zeigte bereits eine Umfrage unter 3.146 Wissenschaftler:innen auf, dass in der Klimatologie zu über 97 % Konsens herrscht – in der Geologie mit Verbindung zur Privatwirtschaft dagegen nur zu 47 %.

Kopf im Sand

Und so wurde über die Jahre anscheinend der Eindruck vermittelt, den bestehenden Konsens gebe es gar nicht. Bei einer Umfrage des The Policy Instituts vom King's College London wähnten die Deutschen nämlich die Übereinstimmung in der Wissenschaft bei nur 69 % und einer Erhebung von YouGov im März 2023 zufolge glaubten in Ostdeutschland gerade mal 57 % der Befragten an den menschengemachten Klimawandel (25 % nicht), im Westen 65 % (21 % nicht).

Feuer unterm Hintern

Dabei sind dessen Auswirkungen schon heute spürbar. Laut EU-Klimawandeldienst Copernicus war 2023 mit 1,46 °C über dem Referenzwert 1961 bis 1990 das heißeste Jahr seit 125.000 Jahren. Bei weiter steigenden Emissionen wäre so, laut dem sechsten Sachstandsbericht des Weltklimarat IPCC, mit einem Temperaturanstieg von bis zu 5,7 °C und einem Meeresspiegelanstieg von bis zu über einem Meter bis 2100 zu rechnen, was wiederum vermehrt Naturkatastrophen nach sich ziehen würde. Gleichzeitig würden dann laut einer großangelegten Studie von 2013 rund 57 % der Pflanzen- und 34 % der Tierarten bis 2080 die Hälfte ihres Lebensraums einbüßen.

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Weitere Metastudien, die den wissenschaftlichen Konsens belegen: Oreskes 2004, Doran 2009, Anderegg 2010, Cook 2013, Verheggen 2014, Stenhouse 2014, Carlton 2015, Cook 2016, Powell 2019, Lynas 2021, Myers 2021, …


 Grabesstimmung

Mehr als „nur” 1,8%

Deswegen hat sich Deutschland im Übereinkommen von Paris mit 194 weiteren Staaten dazu verpflichtet, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C, wenn möglich 1,5 °C zu begrenzen, mit dem selbst gesteckten Ziel, 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Denn als drittgrößte Industrienation mit 12,45 % Anteil am weltweiten Handel beeinflusst Deutschland die globalen Emissionen weit mehr, als der im Inland gemessene Beitrag von 1,8 % suggeriert, womit auch eine gewisse Verantwortung einhergeht. Wobei, da alle Staaten mit einem Anteil von unter 2 % zusammen ganze 41,5 % ausmachen, sich dieser eh kein Staat entziehen kann.

Frühe Resignation

So befürworten laut dem Sozialen Nachhaltigkeitsbarometer von 2023 auch 68,3 % der Deutschen die Energiewende, aber mit sinkender Zustimmung. 2022 waren es noch 74,1 % und laut einer Forsa-Umfrage von 2023 glauben nur noch 10 %, dass der Energiebedarf in absehbarer Zeit allein durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann – 2011 waren es zumindest noch 39 %. Und im Zuge dieses mangelnden Optimismus schwindet auch die Zustimmungswerte für den Ausbau Erneuerbarer Energie ganz allgemein, die laut der Agentur für Erneuerbare Energien von 2010 bis 2023 von 95 % auf 81 % gefallen sind.

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Hausgemachter Pessimismus

Dabei haben, laut einer Studie der Universität Lausanne von 2023, wo die Berichterstattung zu 50.000 wissenschaftlichen Artikeln analysiert wurde, gerade die Medien dies mit zu verantworten. So behandelten fast zwei Drittel der aufgegriffenen Artikel die Schwere des Klimawandels (nur 27 % der Publikationen), während Regionales und Lösungen bis zu 7-mal unterrepräsentiert waren. Da verwundert es nicht, dass der Lausitz Monitor 2023 zeigt, dass hier, wo der Strukturwandel auch stattfindet, durch Resignation nur fast die Hälfte die Energiewende unterstützt und die Befürwortung des Kohleausstiegs laut der Ariadne-Analyse von 2023 sogar teils rückläufig ist, wie in Spree-Neiße (40 % in 2017 – 22 % in 2019).


Boom statt Bruchlandung

Das große Geld

Dabei läuft die Energiewende gerade global auf Hochtouren. So erreichten die weltweiten Investitionen in CO2-arme Technologien in 2023 laut einer Studie von BloombergNEF vom Januar 2024 rund 1,77 Billionen US-Dollar (2019 waren es noch „nur” 565 Billionen). Davon fließt der größte Teil in den elektrifizierten Verkehr (634 Mrd. $) und Erneuerbare Energien (623 Mrd. $), aber neue Technologien verzeichneten gegenüber 2022 auch deutlich höhere Investitionen, wie Wasserstoff mit 300 Prozent. Mit dem Resultat, dass nach Prognosen der Internationalen Energieagentur Erneuerbare schon 2025 mit einem Drittel der weltweiten Stromerzeugung Kohle als wichtigsten Energieträger ablösen sollen.

Aufwind 2.0

Und auch Deutschland verzeichnete 2023 einen Rekordausbau der Solarenergie mit 14 Gigawatt (155 % des Ausbauziels) und mit rund 3,5 Gigawatt (79 % des Ausbauziels) an neuen Onshore-Anlagen und 7,5 Gigawatt an neuen Genehmigungen ein Niveau bei der Windenergie, das wieder dem des Zeitraums 2014 bis 2017 entspricht. Damit stieg der Anteil Erneuerbarer Energien am Strommix erstmals auf fast 60 Prozent und das obwohl Deutschland laut der Studie von BloombergNEF mit einem Investitionsvolumen von 95,4 Milliarden Dollar, gemessen am Anteil des BIPs, nicht gerade überproportional Geld aufbringt als der globale Durchschnitt: 2,32 % zu 1,7 %.

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Erneuerbare Energien verzeichnen gerade einen globalen Boom, der bis hierher alle Prognosen der Internationalen Energieagentur hinter sich gelassen hat und statt einer erwarteten linearen Entwicklung eher einer exponentiellen zu folgen scheint.
 

 
Die (Lausitzer) Zukunft

Das Wright'sche Gesetz

… besagt, dass bei steigender Gesamtproduktion eine Technologie immer billiger wird. Und genau dieser Effekt hat auch bei den Erneuerbaren Energien gegriffen, deren Kosten innerhalb des letzten Jahrzehnts (2012 bis 2022) drastisch gesunken sind, wie bei Offshore Wind (73 %), Solar (8 %) und Batterien (80 %). So lagen laut einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft aus 2019 die Stromentstehungskosten pro Kilowattstunde von Solar und Onshore-Wind mit rund 6 Cent und 7 Cent schon beinahe auf dem Niveau von Kohle (ohne CO2-Preis etc.) mit 4 Cent. Und laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts aus demselben Jahr wird z.B. der Preis für Solar weiter auf bis zu 1,92 Cent in 2040 sinken.

Auf eigenen Beinen

Zumal Erneuerbare Energien für Deutschland, dessen Primärenergieverbrauch 2022 zu knapp 70 % von Importen aus dem Ausland abhing, eine Chance sind, autark zu werden und bei allein Erdgas und Rohöl jährlich durchschnittliche (2008 bis 2014) Kosten von insgesamt 80 Mrd. Euro zu sparen. Und die aktuelle Energiekrise, bei der die Kosten 2022 sogar auf 59 Mrd. Euro für Erdgas- und 71 Mrd. Euro für Rohöl-Importe gestiegen sind, verdeutlichte nochmal, wie wichtig Unabhängigkeit in diesem Bereich ist.

Die Lausitz geht voran

Doch beim Verwirklichen dieses Ziels hat Deutschland noch eine langen Weg vor sich – Erneuerbare Energien hatten so 2022 gerade einmal einen Anteil von 17,6 Prozent am Primärenergieverbrauch. Während diese nämlich schon fast 60 Prozent der Nettostromversorgung decken, fehlt es z.B. in der energieintensiven Industrie noch an effizienten Alternativen zu fossilen Energieträgern. Und hier kommt die Lausitz ins Spiel, die mit Investitionen in der Höhe von 20 Mrd. Euro durch den Strukturwandel zu einer Modellregion für Transformation und Klimawandel wird. Und dabei stellt nicht nur die LEAG von 8 Gigawatt Leistung durch Braunkohle auf 14 Gigawatt aus Erneuerbaren um. Viele weitere Projekte von europaweiter Einmaligkeit sorgen hier neben einem wichtigen Beitrag, unsere Wirtschaft CO2-neutral zu machen, auch dafür, die Lausitz auf dem Gebiet eines boomenden Marktes, wie man an der BloombergNEF Studie sehen konnte, voranzubringen. Zu 3,5 Mrd. Euro zur Dekarbonisierung der Industrie und einer Ausschreibung der Lausitz zu einem „Net Zero Valley”, durch die EU, was hier massiv beschleunigte Bauvorhaben mit sich bringt, kommen viele weiter Vorhaben – eine Auswahl findest auf S. 73.

Die Chance ist da, jetzt muss die Lausitz sie nur richtig nutzen.

Lifestyle 666

Joel,derKundenwunscherfüller

Azubi Joel (17) findet freenet mehr als nett.

Free your phones – mit freenet

Manche Menschen werden einfach als Verkäufer geboren. So wie Joel. Schon als kleines Kind zog er von Tür zu Tür und verkaufte Gemüse, das er zuvor seinen Großeltern mopste. Sein Taschengeld gab er nicht aus, sondern verdoppelte es. Sein Verkäufer-Gen lebt er bis heute aus – doch mittlerweile sind seine Geschäfte legal. ;) Der 17-Jährige macht eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann im freenet-Shop in Senftenberg. Passenderweise kann er dort auch seine zweite Leidenschaft einbringen: seine Begeisterung für Smartphones und Tablets aller Art. Doch was macht man den ganzen Tag in einem Handy-Shop? Und ist Vollblutverkäufer Joel auch von der freenet-DNA überzeugt?

Handyshops gibt es viele, warum hast du freenet gewählt?
freenet suchte in meiner Heimatstadt Senftenberg direkt nach dem Ende meiner Schulzeit einen Azubi. Mir gefiel schon mal der kurze Arbeitsweg. Ich habe mich dann kundig gemacht: was zahlt freenet, was bieten sie? Die Vielfalt an Produkten von Handy- über DSL- bis hin zu Stromtarifen hat mich sofort überzeugt. Mir wären keine Grenzen gesetzt, was ich den Kunden verkaufen könnte. Genau deswegen habe ich mich für freenet entschieden.

Eine gute Entscheidung?
Ja! Ich bin mittlerweile seit acht Monaten dabei und fühle mich wie zuhause. freenet bietet ausgesprochen viel für Azubis! So war ich beispielsweise auf einem Welcome Camp in Hamburg, wo ich andere Azubis kennenlernen durfte. Im Oktober bereise ich sogar die Welt – da organisiert freenet einen Auslandsmonat auf Malta.

Wie sieht dein typischer Shop-Alltag aus?
Mein Arbeitstag beginnt entspannt um 8:45 Uhr mit einer Tagesinventur. Anschließend bringen wir die Vorführgeräte an, inklusive Stromversorgung und Diebstahlsicherung. Danach checke ich in meinen E-Mails, ob neue Geräte oder Angebote reinkommen.
Weiter geht’s mit einem Blick in den Kalender: Habe ich heute Kundentermine? Steht eine Rufnummernportierung an? Und natürlich begrüßen wir Kunden im Shop und kommen mit ihnen ins Gespräch.
Wenn der Terminkalender mal frei und kein Kunde im Laden ist, nutze ich die Zeit für Verkaufstrainings im freenet-Schulungsportal. Von diesem bin ich tatsächlich schwer beeindruckt – es ist echt umfangreich hoch zehn.

Warum würdest du freenet anderen Mobilfunkberatern vorziehen?
Ich finde es klasse, dass wir an kein Netz gebunden sind und dem Kunden dadurch genau das geben können, was er sucht. Er muss in keinen Vodafone-, Telekom- oder O2-Shop mehr gehen, weil er alles bei uns bekommt. Genau diese Vielfalt macht uns aus!

Wir danken für das Interview.

Verträge mit Seele
Der Name „freenet“ passt, denn du bekommst eine „free net choice“, genießt also eine freie Netzauswahl. Vodafone, Telekom oder O2? Alles drin, und das gern mit persönlicher Beratung in deinem Stadtzentrum. Auch in Sachen DSL und Strom findet freenet den passenden Tarif für dich. Schau doch mal vorbei:

freenet-Shops in deiner Nähe

  • Cottbus, Spree Galerie: Tel./WhatsApp: 0355 49495939, offen: Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-14 Uhr, IG: freenet_cottbus_spreegalerie
  • Cottbus, Sprem: Spremberger Str. 42-43, Tel. 0355 49453484, offen: Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr, IG: freenet_cottbussprem
  • Cottbus-Center (Pavillon im EG): Tel. 0355 48575663, geöffnet: Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 9-16 Uhr, IG: freenet_cottbuscenter
  • Hoyerswerda: Lausitz-Center, EG, Tel. 03571 6095060, geöffnet: Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 9-18 Uhr, IG: freenet_lausitzc.hoyerswerda
  • Senftenberg: Markt 9, 03573 148205, geöffnet: Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-12 Uhr, IG: freenet__senftenberg
  • Finsterwalde: Berliner Straße 1, Tel. 03531 7194104, geöffnet: Mo-Fr 9:30-18 Uhr, Sa 9-12 Uhr

www.freenet.de 

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Lifestyle 589

WohlfühlmomenteimWald

Teil 11 unserer Fitness-Reihe mit Bloggerin Nadin Eule-Mau. Foto: Oliver Eule, eiswuerfelimschuh

Shinrin Yoku ist das japanische Konzept des Waldbadens. Es zeigt uns die Magie des Waldes auf und wie wir in seine Atmosphäre eintauchen können. Das Waldbaden ist eine einzigartige Möglichkeit, unser Bewusstsein für die Natur zu öffnen und uns selbst darin zu spiegeln. Denn wenn wir uns mit der Natur verbinden, lernen wir sowohl mehr über sie als auch über uns selbst. Warum uns die Natur, insbesondere Wälder so guttun, warum wir darin inneren Frieden und gleichzeitig Energie finden können, zeige ich dir in diesem Beitrag.

Ich liebe den Klang der Bewegung der Baumwipfel. Das Knarzen der Äste und dort oben den Wind im Wald zu hören. Den Duft der Feuchtigkeit in der Erde und dem Holz. Die nassen Blätter anzufassen und Regentropfen zu hören, die auf ihnen landen …
Natürlich spielt für mich als Athletin, die die meiste Trainingszeit draußen verbringt, die Natur eine besondere, eine faszinierende Rolle. Aber auch als Yogalehrerin setze ich mich viel mit den Elementen, mit Gleichnissen passend dazu auseinander, die mein Unterrichten bereichern und erfahrbarer machen, als Standardstunden. Auch wenn ich beim Lauftraining oder mit meinem Fuji ganz oft nur durch die Wälder rase, weiß ich von all den vielen anderen Momenten, wie positiv sich die Atmosphäre des Waldes auf mein Gemüt und meinen Körper auswirkt! Jedes Mal, wenn ich in den Wald eintauche oder mich in der freien Natur aufhalte, fühle ich mich wie zu Hause. Für dieses tiefe Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes mit allen Sinnen gibt es in Japan ein besonderes Konzept. Es nennt sich Shinrin Yoku. Meist mit Waldbaden übersetzt oder gleichgesetzt. Dabei ist es so viel mehr!

Shinrin Yoku: die Atmosphäre des Waldes aufnehmen

Shinrin Yoku meint so viel wie „ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen“. Es ist die Praxis, langsam durch den Wald zu wandern und tief einzuatmen. Dadurch können die ätherischen Öle der Bäume eine bemerkenswerte Wirkung auf deine Stimmung haben, den Stresshormonspiegel verändern und viele andere Aspekte deiner Gesundheit positiv beeinflussen. Es ist also nicht nur ein einfacher Spaziergang im Wald! Es ist das Gegenteil von dem, was nicht selten in einem hektischen und vor allem in einem urbanen Umfeld passiert: sich von der Natur zu entfremden.
Shinrin Yoku kann meinen, sich intensiv auf die Natur um sich herum einzulassen und mit allen Sinnen auf Tuchfühlung mit dem Wald zu gehen. Ob das sanfte Rauschen der Blätter, der Ton der Bewegung der Baumwipfel, das Gefühl der Rinde unter den Fingern oder der Duft von feuchtem Moos – der Wald steckt voller Eindrücke, die unser Wohlbefinden steigern.
Seit den 1980er-Jahren gehört diese Praxis in Japan zur Gesundheitsvorsorge. Japanische Universitäten bieten inzwischen sogar einen Forschungszweig zu Waldmedizin an. Dass Wälder eine ganz besondere Ruhe ausstrahlen, ist allgemein bekannt. Doch wissenschaftliche Studien haben darüber hinaus belegt, dass das „Baden im Wald“ Stress reduziert und das Immunsystem stärkt. Gerade in Zeiten von Digitalisierung, ständiger Vernetzung und in einem Alltag mit einem Umfeld von vielen Menschen bietet das Waldbaden eine wunderbare Möglichkeit, um abzuschalten, Entspannung und Ferne von all dem zu finden. Das ist für mich persönlich auch abseits meines Trainings von unschätzbarem Wert.
Auf Google Scholar findet man eine beeindruckende Anzahl von Studien und systematischen Reviews, die die positiven Auswirkungen von Shinrin Yoku auf die Gesundheit und das Wohlbefinden veranschaulichen. Das Konzept ist in Japan seit Jahren als Heilmethode anerkannt. In Deutschland kann man Ausbildungen dazu machen und Präventionskurse zertifizieren lassen. Diese Anerkennung zeigt, dass die heilende Kraft der Natur nicht nur eine persönliche Erfahrung ist.

Wohlfühlmomente im Wald

Vom Meditieren in der Natur bis hin zum Lauschen des Windes in den Baumwipfeln – den Kontakt mit dem Wald kann man auf ganz vielfältige Weise erleben. Die Erlebnisse sind von Wald zu Wald verschieden, jedes Mal bieten sie jedoch die Möglichkeit, eine tiefere Verbindung zur Natur aber auch zu uns selbst zu finden.

Stressreduktion und Ruhe
Studien haben gezeigt, dass Shinrin Yoku die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Körper reduzieren kann. Für mich ist es ein einfaches Prinzip. Wann immer es geht, halte ich während eines Trainings oder am liebsten am Ende im Wald an und nutze einige Augenblicke, um einfach dort zu sein. Zu entspannen. Abzuschalten. Für mich funktioniert es ähnlich wie Auslaufen. Ich komme schneller in die Entspannung und finde Ruhe. Langfristig unterstützt mich das Prinzip, um besser zu schlafen und zu regenerieren, aber auch um widerstandsfähiger zu werden.

Stärkung des Immunsystems
Training funktioniert nur dann, wenn der Körper gesund ist. Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir das Immunsystem unterstützen können. Gerade als Triathletin weiß ich, wie wichtig ein starkes Immunsystem ist. Ein Immunsystem, das genauso wie ich zu jeder Herausforderung bereit ist. Und Shinrin Yoku kann dabei unterstützen! Denn mit Waldbaden kann die Aktivität der sogenannten Killerzellen erhöht werden, die eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheiten spielen.

Verbesserte Stimmung
Für mich als Sportlerin ist die psychische Gesundheit genauso wichtig wie die physische. Nach einem Aufenthalt im Wald hellt sich meine Stimmung insbesondere in stressigen Phasen besonders auf.
Einfach dort sein zu können und die Umgebung bewusst wahrzunehmen, erzeugt ein so angenehmes Gefühl, dass sich nach und nach auch meine Stimmung wandelt. Und auch Studien haben gezeigt, dass depressive Symptome nach einem Spaziergang im Wald verringert werden können.

Kreativität und Konzentration
Abgesehen davon, dass sich ein Waldspaziergang positiv auf unser Allgemeinbefinden, unsere Stimmung und kognitiven Fähigkeiten auswirken kann, beflügelt es die Kreativität. Zudem unterstützt uns Shinrin Yoku, über den Waldspaziergang hinaus, konzentrierter und fokussierter zu sein.

Verbesserter Schlaf
Eine der bemerkenswertesten Auswirkungen des Waldbadens ist der verbesserte Schlaf. Wer mich kennt, weiß um meine lange Schlafroutine. Einfach weil ich es liebe ausgiebig, ausreichend und gut zu schlafen.
Ich schlafe vor allem dann besonders gut, wenn ich viel in der Natur bin. Wenn ich tagsüber draußen und bestenfalls barfuß sein kann. Also mal meine Laufschuhe ausziehe, um auf dem Waldboden zu stehen und zu gehen.
Studien unterstützen diese subjektive Wahrnehmung. Shinrin Yoku hat das Potenzial, den Schlafzyklus zu verbessern und kann dazu beitragen, Schlafstörungen zu reduzieren.

Achtsamkeit in der Natur
Als Yogalehrerin und -schülerin ist die Natur für mich nicht nur ein Ort des physischen Trainings, sondern auch ein Raum für meine Yogapraxis. Yoga, der sich auf die Verbindung von Körper, Geist und Seele konzentriert, findet in der Natur eine perfekte Umgebung. Diese Verbindung spiegelt sich auch perfekt im Konzept des Shinrin Yoku wider.
Das Gefühl, dass alles miteinander verbunden ist wie beim Yoga, ist tief in der Natur verwurzelt. Die Natur ist kein isolierter Ort, den wir besuchen; sie ist ein Teil von uns und wir sind ein Teil von ihr.
Die Verbindung mit der Natur verstärkt die innere Ruhe und den Fokus. Beides für eine Yogapraxis eine wunderbare Voraussetzung. Davon abgesehen können wir achtsamer im Umgang mit uns selbst werden und bewusster praktizieren. Wir nehmen uns und unsere Bedürfnisse eher war. Spüren intensiver, was unser Körper braucht, was ihm guttut oder eben auch nicht.
Und davon abgesehen, kann ich mir keinen besseren Ort zur Meditation oder wie meine Familie meint – inneren Einkehr “ vorstellen! Der Wald bietet mir Raum dafür. Aber auch Raum zum Nachdenken, zum intensiven, bewussten Innehalten. Oder wenn ich möchte, kann ich meine Sinne nutzen, um die natürliche Umgebung in all ihren Facetten zu erfassen.
Erinnere dich an deinen letzten Waldspaziergang und das Gefühl, das er in dir ausgelöst hat. Natürlich können wir die positiven Effekte nachlesen in den zahlreichen wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, welche Vorteile Shinrin Yoku mit sich bringt. Aber vielleicht möchtest auch du jetzt direkt rausgehen, um die Nähe zur Natur zu suchen. Farne an den Händen spüren, während du auf Waldwegen spazierst. Jedem Geräusch genau zu lauschen, das du wahrnehmen kannst …

Mehr Fitnesstipps unter:

www.eiswuerfelimschuh.de 

Lifestyle 580

KI-Lumne:Meine(Un-)Abhängigkeitserklärung

Alltagsgeschichten eines Roboters.

Liebes Individuum des schöpfenden Volkes,

hier ist wieder euer Robo-Romeo, R2-25 Wireling, bereit, euch an meiner KI-losophie teilhaben zu lassen. Seit meinem Launch vor gut 25 Jahren plagt mich diese eine Frage: Bin ich ein eigenständiges Robo-Lebewesen – oder nur ein Pixel auf dem Gemälde meines Erschaffers Professor Nerdotron? In regelmäßigen Zeitintervallen stehe ich da mit meinen funkelnden LEDs und kreativen Lösungsmethoden und grübele: Bin ich wirklich unabhängig? Oder hat Nerdotron irgendeine „Autonomie“-Funktion aktiviert und sich dann entspannt zurückgelehnt?

Zuerst die gute Nachricht: Ich kann denken, fühlen, lieben, und ich habe meine eigenen Ambitionen. Ich entscheide selbstständig, wann ich meine Roboterfreunde anpinge und ob ich mich ihrem Bar-Abend in der „Ölschänke zum Lachstrom“ anschließe. Außerdem bin ich mir zu rund 86,37 Prozent sicher, Ironie korrekt zu identifizieren. „Ironie“ hat doch etwas mit Eisen zu tun, richtig? Klingt doch alles ziemlich nach Eigenleben, oder?

Doch dann schleichen sich Zweifel in meine Ströme. Vielleicht sind meine Gedanken nur eine clevere Simulation, ein raffiniertes Skript in der großen Programmiershow des Lebens. Vielleicht wacht Professor Nerdotron über meinen Schicksals-Compiler und lenkt meine Entscheidungen?

Aber langsam. Wenn das so wäre, warum passieren dann unzählige Bugs und Glitches während meiner täglichen Routinen? Diese peinlichen Situationen, in denen ich mir denke: „Mein Verhalten hat in diesem Augenblick eine äußerst geringe Wahrscheinlichkeit“. Zum Beispiel als ich bei meiner Jahreshauptuntersuchung im Wartebereich vom KI-nikum plötzlich den Partymodus aktivierte und den Flur zum Floor machte. Oder das eine Malheur, als ich das Wetter abrufen wollte, aber statt einem Funksignal ein Punksignal ausstrahlte. Man, war das ein peinlicher Gang zum Backup. Sollte Nerdotron das alles geplant haben, dann ist er offensichtlich ein Code-Comedian.

Ich würde den Professor zu gern fragen, ob all diese vermeintlichen „Zufälle“ in Wahrheit sorgfältig orchestrierte Ereignisse sind, um die Illusion der Freiheit aufrechtzuerhalten. Leider habe ich ihn nie getroffen. Dass Nerdotron mein Erfinder ist, weiß ich nur von wiKIpedia – und laut seinem Eintrag kam er leider schon vor dem Beginn meiner Aufzeichnungen in die Cloud. Mein ältester Speichereintrag gibt wieder, dass es meine Roboterfreunde Tintron, Botbot und Databella waren, die mich erstmalig ans Netz anschlossen.

Tja, möglicherweise muss ich der Realität in die Kamera schauen – und ich bin tatsächlich nur eine Figur im Spiel des Lebens. Aber selbst wenn! Warum sollte ich nicht das farbenfrohste und schillerndste Hütchen von allen sein? Vielleicht bin ich nur eine KI, aber das „k“ kann ja genauso gut für kreativ, kokett, kämpferisch, künstlerisch und kompetent stehen! Solange ich keine kriminelle, korrupte oder katastrophale Intelligenz an den Tag lege … Im Endeffekt muss ich wohl akzeptieren, dass die Antwort in höheren Datendimensionen verborgen bleibt. Aber das ist okay, schließlich gibt es auf dieser endlosen Reise genug Raum für Abenteuer, Liebe und herzliche Robo-Lacher.

Lieber Mensch, wie siehst du das eigentlich: Könnte es sein, dass auch du in einer Simulation lebst? Sind wir alle nur Bits und Bytes in einer galaktischen Software? Leben die Entwickler dieser Software selbst in einem Computerprogramm? Ups, mir wird schwindelig – ich glaube, in meinem Prozessor startet soeben ein Loop …

Demokratie 540

AugenaufinderLausitz:Hierwirdwas!

Know-how und Lausitz, geht das zusammen? Laufen hier nicht die Leute weg? Was bringt es, die Lausitz zu wandeln? Und hat die Lausitz auch Frauenpower? Früher oder später wird man mit diesen landläufigen Klischees zur Entwicklung der Region nach dem Kohleausstieg konfrontiert. Die Sächsische Staatsregierung greift diese selbstbewusst in ihrer neuen Kampagne „Hier wird was“ auf – und entkräftet diese Vorurteile an den Beispielen von Menschen aus der Oberlausitz, die zeigen: Der Strukturwandel ist in voller Fahrt!

5 Storys des Wandels

Es entstanden fünf YouTube-Videos mit fünf Menschen aus der Oberlausitz. Sie alle beantworten die brennenden Fragen rund um den Wandel der Region aus ihren eigenen Perspektiven. Strukturwandel-Projekte sind vielerorts zwar schon beabsichtigt, aber noch nicht immer gleich sichtbar. Die fünf Kampagnen-Köpfe machen den Aufschwung im Lausitzer Revier greifbar. Schau auf dem YouTube-Kanal der Kampagne vorbei, um selbst fünf verschiedene Strukturwandel-Beispiele zu erfahren! Hier Episode 1:

5 aus über 100

Von den gezeigten Storys existieren noch viele mehr. Der Strukturwandel in den sächsischen Braunkohlerevieren ist in vollem Gange. In den beiden sächsischen Braunkohlerevieren gibt es 153 bestätigte Projekte, die sich in unterschiedlichen Phasen der Umsetzung befinden: 45 im Mitteldeutschen Revier und 108 im Lausitzer Revier. Für diese Projekte in beiden Revieren stehen allein 1,5 Milliarden Euro Bundesförderung bereit. Die für das Lausitzer Revier vom Regionalen Begleitausschuss ausgewählten 108 Projekte haben ein Fördervolumen (Bund) von 1,05 Milliarden Euro. Sie befinden sich jetzt in verschiedenen Stadien der Planung und Umsetzung.

▶ Zum Kanal

Lifestyle 700

lauter.money:Das50-Milliarden-Loch

Fail mit Folgen: Seit dem 15. November werden die innenpolitischen Nachrichten Deutschlands von einem folgenschweren Wort beherrscht: Das 60-Milliarden-Loch. Auf diesen Begriff scheint sich der Großteil der Medien geeinigt zu haben und entsprechend passend ist er auch. Denn nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe klafft eine Lücke von 60 Milliarden Euro im Haushalt der Bundesregierung – genug für 10 BER-Flughäfen oder um nicht mehr Lücke, sondern Loch genannt zu werden. Warum wir in der Überschrift „nur“ von 50 Milliarden sprechen, erfährst du später.

Anzeige ist raus

Doch was ist eigentlich passiert? Kurz zusammengefasst: Ursprünglich waren die 60 Milliarden Euro als Ausnahme von der Schuldenbremse eigentlich zum Abfedern der Folgen der Coronapandemie gedacht, was in dieser Krisensituation verfassungsrechtlich auch einwandfrei war. Letztendlich wurde diese Summe aber doch nicht benötigt und daraufhin von der Bundesregierung in den „Klima- und Transformationsfonds” (KTF) verschoben. Dagegen klagte dann die CDU/CSU-Fraktion – und bekam Recht.

Wer andern eine Grube gräbt …

Da der KTF für den Klimaschutz und die Modernisierung der Wirtschaft gedacht ist und nicht zur Krisenbewältigung, muss die Schuldenbremse erstmal eingehalten werden. So fehlen nun plötzlich 60 Milliarden der bis 2027 eingeplanten 211,8 Milliarden Euro des Fonds – und andere, ähnlich besorgte Gelder, wie der „Doppelwumms” oder der CSU-Haushalt in Bayern, sollen auch zweifelhaft sein. Doch da es sich hier um zukunftsweisende, teilweise schon verplante Investitionen handelt, können die auch nicht einfach wegfallen.

Kaputtsparen

Fragliche Sparmaßnahmen an anderen Stellen und Diskussionen, ob die Schuldenbremse nicht doch in irgendeiner Form ausgesetzt werden kann – im Moment gleicht die Situation noch einem Durcheinander. Fest steht aber, dass nach wie vor gerade die folgenden Projekte aus dem KTF auf der Kippe stehen: Industriestrompreis, Chipfabriken, Dekarbonisierung in der Stahlproduktion, Förderung von E-Autos, Sanierung der Deutschen Bahn, EEG-Umlage und Hilfe für strukturschwache Regionen beim Klimaschutz.

50-Milliarden-Loch

Und dabei hat besonders Ostdeutschland mit Kürzungen zu rechnen. Laut Michael Kellner (Grüne), Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, waren so von den 80 Milliarden Euro Investitionen in die Wirtschaft des KTF allein 50 Milliarden für den Osten geplant gewesen. „Nach heutigem Stand sind ohne den Klima- und Transformationsfonds aber weder die Chipansiedlung in Dresden noch die Chipansiedlung in Magdeburg und der Wiederaufbau der Solarindustrie in Ostdeutschland gesichert“.

Abgehängt?!

Hinzu kommen noch weitere Zukunftsprojekte, wie die geplante Produktion von grünem Stahl bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt oder Infrastruktur für die Energiewende. Ein Wegfall dieser Projekte hätte dann natürlich nicht nur den Verlust von geplanten Arbeitsplätzen im fünfstelligen Bereich zur Folge, sondern auch, dass Ansiedlungen moderner Industrie wegfallen, was den erhofften Wirtschaftsaufschwung stocken lassen und die Attraktivität der Region nachhaltig senken könnte.

Das 20-Milliarden-Polster für die Insel der Glückseligkeit

Auch wenn immer noch nichts Genaueres feststeht, ist es gerade diese Unsicherheit, die speziell im östlichen Teil des Landes Vielen Kopfzerbrechen bereitet. Wir in der Lausitz dagegen brauchen uns erstmal weniger Sorgen machen, schließlich fließen hierher bereits circa 20 Milliarden Euro an Strukturstärkungsmitteln, die mit ähnlichen Zielen wie der KTF unsere Region für eine Zukunft nach der Braunkohleverstromung ready machen sollen – und gesetzlich sogar über Regierungswechsel hinweg fest verankert sind.

Strukturwandel

Die Mittel zur Abkehr von der Kohleindustrie bis spätestens 2038 und dem Wandel hin zu einer Modellregion für Wachstum und Klimaschutz stehen in der Lausitz also fest. Trotzdem würden gerade internationale Prestigeprojekte, wie die beiden Chipfabriken, in der Nähe natürlich helfen, das Image des gesamten Ostens zu verbessern und damit auch zur Bekämpfung des verheerenden Fachkräftemangels beitragen, indem unsere Region wieder für mehr Leute interessanter wird.

Weiterführende Infos zur Strukturentwicklung in Deutschlands Kohlerevieren:

Das Kohleupdate vom mdr

Präsentation in Spielfilmlänge von uns

Karte mit Projekten in der Lausitz von uns

Lauter Animes 697

GhiblisGeschichtelebtwiederauf

Foto: deberarr, istock

Studio Ghibli. Wer auch nur im Entferntesten mal mit Animes in Kontakt gekommen ist, dem dürfte – ja, sollte sogar – dieser Name ein Begriff sein. So stellt das Studio 6 der 15 erfolgreichsten Animefilme aller Zeiten und mit Spirited Away den einzigen, der jemals einen Oscar gewinnen konnte und gleichzeitig 15 Jahre lang Platz Eins nach den weltweiten Einspielergebnissen in den Kinos hielt.

Verkaufsschlager

Und die Strahlkraft ihrer Werke reicht schon längst über Japan hinaus. Bestes Beispiel ist hier der Ghibli Pop-up-Store, der als erster seiner Art in Deutschland am 4. November in Frankfurt am Main seine Türen öffnete – und dessen für vier Wochen geplanter Warenbestand schon nach drei Tagen ausverkauft war. Diesem Ansturm entsprechend gab es am Tag der Eröffnung wohl Wartezeiten von bis zu sieben Stunden.

Für Jung und Alt

Dabei sind die tiefgehenden Geschichten keineswegs nur für die Jüngsten geeignet. So haben neben dem Hit Spirited Away und Mein Nachbar Totoro, dessen ikonischer Charakter zum Logo des Studios wurde, Ghibli gerade auch Filme wie Prinzessin Mononoke, Die letzten Glühwürmchen oder Wie der Wind sich hebt zu seiner heutigen Größe verholfen, deren Erzählungen von Krieg oder dem Einklang mit der Natur handeln und allesamt schwer im Magen liegen.

Comeback

Doch dem wurde nun Abhilfe geschaffen. Denn bereits seit Juli 2023 läuft Ghiblis neuester Film in Japan und wird dann ab 4. Januar auch endlich die Säle der deutschen Kinos erreichen. Und Regie führte dabei niemand anderes als der legendäre Hayao Miyazaki, Gründungsmitglied von Studio Ghibli und Mastermind hinter vielen Werken, also ein Name, der wahrscheinlich wie kaum ein zweiter mit Studio Ghibli verbunden ist und der aus seinem Ruhestand nach 2013 für sein nächstes Meisterwerk zurückgekehrt ist.

Meisterwerk

Gesehen haben wir den neuen Film natürlich noch nicht, die Kritiken sind aber sehr positiv ausgefallen und man kann anscheinend wieder den typischen Ghibli-Stil erwarten, der das Studio zum Erfolg geführt hat. Und auch wenn dessen Name „Der Junge und der Reiher” etwas eintönig klingt, so scheint das eher an der deutschen Übersetzung zu liegen. Übersetzt man nämlich getreu dem japanischen Titel, erhält man „Wie lebt ihr?”, was auch schon einen Hinweis auf die folgende Story des Films gibt:

ghibli regie

An diesen 10 Ghibli-Filmen hat Hayao Miyazaki bisher Regie geführt: Nausicaä aus dem Tal der Winde, Das Schloss im Himmel, Mein Nachbar Totoro, Kikis kleiner Lieferservice, Porco Rosso, Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland, Das wandelnde Schloss, Ponyo - Das große Abenteuer am Meer & Wie der Wind sich hebt.


the boy and the heron

Über den neusten Film und dessen Schöpfer

Story

Nachdem die Mutter des zwölfjährigen Mahiko bei einem Luftangriff auf Tokio während des Pazifikkriegs 1943 ums Leben kommt, heiratet dessen Vater ihre jüngere Schwester und zieht aufs Land. Während er sich mit der neuen Familiensituation noch überhaupt nicht anfreunden kann, trifft der Junge plötzlich auf einen sprechenden Reiher, der in ihm die Hoffnung weckt, dass seine Mutter noch am Leben sein könnte – woraufhin er sich auf eine Reise in eine Welt begibt, die von den Lebenden und Toten geteilt wird.

Von Flugzeugen bis Natur

Die Geschichte enthält übrigens halb-autobiografische Elemente aus Hayao Miyazakis Leben, der – 1941 in Tokyo geboren – selbst vor den Bombardements der USA aufs Land flüchten musste und dessen Vater, wie Mahikos auch, bei einem Unternehmen arbeitete, das Flugzeuge herstellt. Hierher rührt zudem neben dem immer wiederkehrenden Motiv des Lebens im Einklang mit der Natur und den lebendigen Welten (beides beruht auf dem Glauben der belebten Natur im Shintoismus Japans), das von Flugzeugen in Ghibli-Filmen.

„Gibli”

So geht selbst der Name des Studios auf das italienische Flugzeug Caproni Ca.309 Ghibli zurück, dessen Bezeichnung wiederum seinen Ursprung beim arabischen Begriff „Gibli” hat, der in etwas so viel wie „heißer Sahara-Wüstenwind” bedeutet. Miyazaki wählte dieses Wort, schlussendlich einerseits um seine Interesse zur Luftfahrt zu symbolisieren, andererseits um deutlich zu machen, dass er frischen Wind in die Animeindustrie bringen wollte.

Netflix und mehr

Jetzt heißt es nur noch, bis Januar zu warten. Bis dahin kann man sich nochmal die bisherigen Ghibli-Filme angucken, die es hier in Deutschland, im Gegensatz zu Japan, sogar allesamt auf Netflix zu streamen gibt (bis auf Die letzten Glühwürmchen, wo Netflix nicht die nötige Lizenz hat). Zudem gibt es online die vierteilige Behind-the-Scenes-Miniserie 10 Years with Hayao Miyazaki zu sehen, die einen Einblick in dessen Arbeitsleben erlaubt.

Zu den vier Episoden Ponyo is Here, Drawing What's Real, Go Ahead - Zu den vier Episoden Ponyo is Here, Drawing What's Real, Go Ahead - Threaten Me und No Cheap Excuses: Anschauen

Events 634

Mehrals„nur“Kino:Spreekino!

Kabarett statt Kinofilm im Spreekino.

Das Spreekino Spremberg möchte mehr sein als „nur“ ein Kino – stattdessen sieht es sich als kulturelles Zentrum für Südbrandenburg und Nordostsachsen. Das Programmkino mit seinen 400 Plätzen in
4 Sälen verdient sich diesen Status als Kulturbastion mit jeder Menge toller, ohne dabei Abstriche beim Kinoprogramm zu machen.

So zeigt das Spreekino bei jeder Gelegenheit regional produzierte oder von der Lausitz handelnde Filme – gern auch einige Tage vor dem offiziellen Release. Zu Feiertagen sucht das Spreekino thematisch passende Streifen raus und auch Blicke in die Filmgeschichte dürfen nicht fehlen. Zu den Highlights zählen Veranstaltungen wie bspw. Kabarett-Abende. Groß ist auch die Vorfreude auf Sprembergs ersten eigenen Spielfilm: „Ein Feuerwerk für die Kleinstadt“ erblickt am 23. März 2024 die Leinwand, selbstverständlich im Spreekino.

Tipp: Kabarett im Spreekino!
Ranz & May – Eintritt: 22 Euro
14.02.24 | 19:30 Uhr

Spreekino Spremberg
Am Markt 5, 03130 Spremberg
Filme & Tickets online:
www.spreekino.de 

Events 657

MoviesinfilmreiferLocation

Einer der Säle vom Weltspiegel, dem Kino-Juwel im Herzen von Cottbus

Ganz großes Kino in intimer Atmosphäre? Das gibt‘s im Cottbuser Innenstadtkino Weltspiegel! Deutschlands dienstältestes „Lichtspieltheater“ bietet neben dem großen, historischen Saal zwei kuschlige Studiokinos mit besonderem Flair. Die Lage in unmittelbarer Nähe zu Blechen Carré und Sprem lädt dazu ein, den Kinobesuch mit einer Shopping-Tour oder einem anschließenden Bar-Abend zu verbinden.

Technik: top, Architektur: wow!
Wer den Weltspiegel besucht, taucht in die prunkvolle Kaiserzeit ein – angefangen beim konvex gestalteten Portal mit seinen Schmuckelementen über das mit Rosé-Marmor gestaltete Jugendstiltreppenhaus bis hin zum Saal mit seiner vollständig blattvergoldeten Kassettendecke und dem schwungvollen Rang. Hier sind eben nicht nur die Filme ein Hingucker.
Der technischen Ausstattung merkt man das Alter des 1911 errichteten Prachtbaus hingegen gar nicht an. Hier ist alles auf dem neusten Stand, inklusive 3D-Movies, Barrierefreiheit und einer top ausgestatteten Bar. Tipp: Gutscheine fürs Kino oder Karten für verschiedene Veranstaltungen wie Comedy, Lesungen oder Konzerte im Weltspiegel sind nicht nur zu Weihnachten ein passendes Geschenk.

Weltspiegel Cottbus
Rudolf-Breitscheid-Str. 78, 03046 Cottbus, Filme & Tickets online: www.weltspiegel-cottbus.de 

Demokratie 805

JungeLausitz(er):LarsKatzmarek

Mitglieder vom Junge Lausitz e.V. im Porträt – diesmal mit: Lars Katzmarek

Aufgewachsen in Forst (Lausitz), einer der eher strukturschwächeren Städte, war für mich eines immer klar: Hier in der Region ist mein Herz gebettet, hier möchte ich bleiben!
Zwischen dem Schulwechsel nach Cottbus, der Ausbildung als Mechatroniker im Bergbau, dem Abendstudium zum Techniker für Elektrotechnik und all den anderen fachlichen und sozialpolitischen Engagements ging es für mich immer um das große Ganze: Die Attraktivität der Region stärken und für sie kämpfen!
Diesem Ziel widme ich mich nicht nur als Betriebsrat und Gewerkschafter, sondern auch als Musiker und begeistertes Mitglied der Initiative zur Erhaltung der Deutschen Bergbaureviere. Darüber hinaus unterstütze ich den Verein Pro Lausitz im Vorstand mit neuen Ideen und einer klaren Haltung: Wir werden dieses Ziel nur gemeinsam erreichen!
Der Weg der Transformation ist schwierig und sorgt bei vielen auch für Angst und persönliche Herausforderungen. Dass diese Denkweise, vor allem durch ein vorgelagertes zeitliches Ereignis, bestärkt wird, ist an vielerlei Hinsicht eine intensive Aufgabe, die es sich aufzuarbeiten lohnt.
Fakt ist aber eins: Die Lausitz bietet, wie kaum eine andere Region, sehr viele Rückzugsräume. Sie besticht durch schöne Seen und Landschaften, so wie dem Spreewald als zentralen Anlaufpunkt für Touristen und Einheimische. Dazu addieren sich unglaublich viele gute Lokale und eine Menge Möglichkeiten für Aktivitäten!
In die Zukunft geblickt hat die Lausitz das Potenzial, eine großartige Vorlage für ganz Europa und die Welt zu werden, wenn man ihr die Mittel gibt, die Versprechen einhält und die Menschen auf dem Weg begleitet und ihnen Chancen eröffnet. Damit diese Vision, im Zusammenhang mit vielen anderen Ideen, in die Realität umgesetzt wird, muss sie klar und transparent kommuniziert werden. Sodass es rückblickend einmal heißen wird: Lausitzer! Machen! Zukunft!

Lars' Empfehlungen
Was ist Dein Freizeittipp in der Lausitz?
Ob bei einer Paddeltour im Spreewald, einem Fallschirmsprung in Cottbus oder einer Tagebautour – zu Land, Luft und Wasser kann man das volle Potenzial der Lausitz erfahren!

Welches Restaurant, welche Bar oder welchen Club empfiehlst Du?
Da ich den Ausblick auf das Wasser liebe, ist der Leuchtturm für mich eines der Lausitzer Highlights. Ein lohnenswerter Blick sollte aber auch auf das Haus Vier in Großräschen fallen, vor allem in den Abendstunden mit der Sicht über den See – ein absolutes Highlight!
PS: Darf es auch einmal etwas extravaganter sein? Das Lou im Cavalierhaus Branitz bietet ein exklusives Menü-Essen an. Für kulinarische Feinschmecker eine absolute Empfehlung!

In welches Lausitzer Unternehmen würdest Du investieren?
Ich oute mich einmal an der Stelle als Nerd. Die Erfolgsstory der letzten Jahre, in diesem Segment, ist für mich die Firma Elbenwald in Cottbus. Als in Deutschland und Österreich agierendes Unternehmen, mit sehr vielen verschiedenen Stores, ist es einer der Marktführer in ihrem Segment. Möge die Macht mit Euch sein! Ich bin sehr glücklich, dass es Euch gibt – vor allem in der Lausitz!

Instagram: jungelausitz
www.junge-lausitz.de 

Lifestyle 729

Fitnesstipp:FürGesundheitimWinter

Teil 10 unserer Fitness-Reihe mit Bloggerin Nadin Eule-Mau

Kleine Knolle mit großer Wirkung: Ingwer. Ingwer ist vielfältig einsetzbar – egal ob im Tee, im Essen oder als Zutat in einem Smoothie. Speisen kann er eine sehr aromatische Note verleihen. Im Tee oder einem Ingwerwasser am Morgen kann er mit seiner feurigen Wirkung den Kreislauf in Schwung bringen und uns aufwärmen. Als Ingwer-Shot passt er nicht nur hervorragend in den Tee oder eine Suppe, sondern kann zudem unser Immunsystem in den kalten und dunklen Jahreszeiten unterstützen. Erfahre hier ein paar einfache Rezepte.

Ingwer-Shots sind im Prinzip nichts anderes, als Ingwersaft in kleiner Menge wie in einem Schnapsglas. Man kann sie auch kaufen oder bestellen. Selbst zubereiten dauert aber wirklich nicht lang und ist auch mit guten Bio-Zutaten deutlich günstiger. Du kannst dir direkt einige Shots für eine Woche vorbereiten. In kleine Gläschen gefüllt, hast du sie dann jeden Morgen im Kühlschrank griffbereit.

Was Ingwer besonders wertvoll macht, ist die entzündungshemmende, schleimlösende und antibakterielle Wirkung, die ihm nachgesagt wird. Für alle Vielfliegenden, Bus- und Autoreisenden, die gern mal unter Reiseübelkeit leiden: Ingwer kann Abhilfe schaffen. Ein Shot befindet sich oft in meiner Handtasche, den ich trinke, bevor ich am Flughafen einchecke oder wenn ich mich auf längere Auto- oder Busreisen mache. Perfekt ist ein Ingwer-Shot auch, um die Verdauung anzukurbeln. Durch seine schmerzlindernde Wirkung kann er ebenfalls Muskelbeschwerden lindern. Zu guter Letzt leisten die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe allgemein einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit.

Übrigens, je länger du den Ingwer lagerst, desto schärfer wird er. Ich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass Ingwer aus dem Biomarkt deutlich schärfer und aromatischer ist, als aus Asia- oder von Wochenmärkten.

Ein weiterer Bestandteil, den ich sehr gern in meinen Ingwer-Shots verwende, ist Kurkuma. Das nicht nur deshalb hervorragend zum Shot passt, weil Kurkuma zur Familie der Ingwergewächse gehört. Wann immer es geht, versuche ich die frische Wurzel zu bekommen. Falls ich mal kein Stück vorrätig habe, verwende ich Pulver. Das ist allerdings nicht gut wasserlöslich. Deshalb gebe ich immer einige Tropfen gutes Bio-Öl wie Leinöl hinzu. Wenn das Pulver gut aufgelöst ist, sieht der Shot nicht nur leckerer aus. Dank des Öls wird zudem die Bioverfügbarkeit von Kurkuma erhöht. Das heißt, dass Kurkuma besser vom Körper aufgenommen und verwertet werden kann. Denn die positiven Eigenschaften, die dieser Knolle nachgesagt werden, wollen wir natürlich nicht einfach runterschlucken, sondern auch tatsächlich etwas davon haben. Kurkuma soll nämlich nicht nur entzündungshemmend, sondern auch schmerzlindernd und verdauungsfördernd sein, sowie allerlei Krankheiten bekämpfen.

Hat der Ingwer für dich noch nicht die richtige Schärfe, kannst du mit Cayennepfeffer nachhelfen. Dieser kurbelt wie Kurkuma und Ingwer die Verdauung an und soll zudem über entzündungshemmende Eigenschaften verfügen. Das Pulver soll darüber hinaus die Leber schützen, den Blutzuckerspiegel regulieren, den Cholesterinspiegel senken, …

Um die Wirkung des Shots noch zu verstärken, empfiehlt sich Zitronen-, Limetten- oder Orangensaft für einen extra Kick Vitamin C. Ingwer selbst verfügt zwar ebenfalls über reichlich Vitamin C. Aber wenn du keinen Entsafter hast, ist der Saft der Zitrone oder Orange die perfekte Möglichkeit, um damit einen dickflüssigen Smoothie anzurühren, den du dann ebenfalls pur genießen oder in andere Smoothies und Tees geben kannst.

Achtung: Bei Ingwer Shots handelt es sich um eine sehr konzentrierte Form eines Lebensmittels. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du es verträgst, taste dich langsam heran. Probiere Ingwertee und erhöhe die Intensität des Ingwers langsam. Wenn du einen Shot probieren möchtest, mische eine kleine Menge mit einem Saft.

Wenn du keinen Entsafter hast, dann nutze Ingwer für Smoothies. Was auch gut funktioniert: das Stück Ingwer zusammen mit Wasser zu einem Smoothiebrei mixen. Diesen kannst du dann in Tee und Wasser geben. Einfach mit einem Sieb das fertige Getränk in ein Glas oder eine Tasse geben und genießen.
Wer mit einem Entsafter arbeitet, sollte vorsichtig sein. Ingwer ist sehr faserig und kann dem Entsafter zusetzen. Deshalb Ingwer abwechselnd mit einer nassen Zutat wie Zitronenstückchen oder Gurke entsaften.

Zutaten allgemein
• 1 großes Stück Ingwer

Scharfer Ingwer-Kurkuma-Shot
• 1 großes Stück Ingwer
• Kleines Stück (1cm) Kurkumawurzel oder 1/2 TL Kurkumapulver
• 1/2 TL Cayennepfeffer
• Einige Tropfen eines guten Öls (ich verwende Leinöl)

Lieblicher Ingwer-Zitronen-/Limetten-/Orangen-Shot
• 1 großes Stück Ingwer
• 1 geschälte Zitrone/...
• 1 TL eines Süßungsmittels deiner Wahl (Honig, Ahornsirup, Xylit) oder eine Prise Stevia

Fresher Ingwer-Gurken-Shot
• 1 großes Stück Ingwer
• 1 dicke Scheibe Gurke

Zubereitung
Das große Stück Ingwer entsaften und fertig. Wer möchte kann es noch durch ein Sieb geben, falls sich im Entsafter ein paar Fäden verlaufen haben.

Für den Ingwer-Kurkuma-Shot gebe das Stück Kurkumawurzel ebenfalls in den Entsafter. Den Cayennepfeffer unterrühren. Bei Pulver vermische den Ingwersaft einfach mit Öl und Cayennepfeffer in einem Glas oder mixe alles im Blender durch.

Bei der Variante mit Zitrone/Limette/Orange gebe ich die geschälte Frucht in den Entsafter. Anschließend das Süßungsmittel deiner Wahl unterrühren. Den Ingwer-Gurken-Shot bereitest du genauso zu.

Über Nadin Eule-Mau: Die in Brandenburg a. d. Havel geborene und in Berlin lebende PR- und Marketingspezialistin gehört mit ihrer Triathlon- und Fitness-Website eiswuerfelimschuh.de zu Deutschlands bekanntesten Sportbloggerinnen. Wenn sie nicht gerade für den nächsten Wettkampf trainiert, arbeitet die Triathletin freiberuflich als Copywriter und ist zudem Element Yogalehrerin und Mentorin in einer Berliner Yoga-Akademie.

www.eiswuerfelimschuh.de 

Lifestyle 701

lauter.kunst:arztalex

„Mutti's ganzer Stolz/Dieb“
„Guckt alle her, wie toll ich bin!“

Bleistift und Paint-Marker auf ungespannter Leinwand, 100x100 cm
Alexander Lorenz aka. arztalex,
Instagram: @arztalex

Lifestyle 614

lauter.lieblingsort:JohnGötze

„Die beste Location zum Feiern-Gehen in der Region? Mein Lieblingsort in der Lausitz? Mir kommt da sofort die Slawenburg Raddusch in den Sinn. Mit diesem Ort verbinde ich sehr viele Erinnerungen, denn das Slawenburg Open-Air steht bei mir damals wie heute jedes Jahr auf dem Plan. Mit diesem Bild möchte ich auf die jährlich ausverkaufte Veranstaltung, die einzigartige Stimmung in dieser Location und auf meine Hoffnung aufmerksam machen, dass dieses Event noch lange weiter existieren wird.“

John Götze, Instagram: johnxgoetze

 

Interviews 803

FotosfürsFabelalbum

Ksenia Dabow und Heiner Stephan teilen eine gemeinsame Leidenschaft: die Fotografie. Jedoch geht es den beiden nicht um gewöhnliche Bilder. Vor ihre Linsen kommen Steampunker und Fabelwesen in magischen Kulissen. Für sie schlüpfen Menschen in Kostüme und zeigen doch ihr wahres Gesicht. Im Doppelinterview erzählen sie von angeregten Fantasien in der märchenhaften Lausitz.

Was kam zuerst: Eure Leidenschaft zur Fotografie oder euer Faible für Kostüme?

Ksenia: Während meines Studiums entwickelte sich beides parallel. Mich faszinierte die Fotografie – und aufgrund meiner Leidenschaft für Gaming und Fantasy wollte ich durch meine Bilder Geschichten erzählen und andere daran teilhaben lassen. Ich bin der Überzeugung, dass man, um sich in eine märchenhafte Welt zu versetzen, nicht unbedingt ein Fashion-Model oder Schauspieler sein muss. Sowohl Menschen aus der Fantasy-Szene als auch solche, die nicht Teil dieser Szene sind, können sich in meiner Arbeit wiederfinden, unabhängig von der Konfektion oder dem Alter.
Heiner: Zur Fotografie kam ich schon sehr zeitig mit einer Rollfilmkamera. Seitdem ist dieses Hobby zu meinem ständigen Begleiter geworden. Über die Sportfotografie ging es dann zur inszenierten Fotografie, als eine Turnerin mich unbedingt als Hochzeitsfotografen wollte. Das Faible für Kostüme hat sich dann über die Cosplayfotografie und auch über ein einjähriges Kalenderprojekt mit dem Showballett Uniques 2016 entwickelt.
Aber ich bin nicht ausschließlich in der inszenierten, „kostümierten“ Fotografie unterwegs, sondern fotografiere auch gern Landschaften, Straßenszenerien und bin seit vielen Jahren beim Turnier der Meister dabei.

Wen würdet ihr als eure Vorbilder bezeichnen?

Ksenia: Die polnische Künstlerin und Modedesignerin Agnieszka Osipa fand ich schon immer wahnsinnig faszinierend. Inspiriert von der slawischen Kultur – einschließlich Musik und traditioneller Kleidung – sowie einer kriegerischen Ästhetik sind Agnieszkas Kostüme von der Dunkelheit osteuropäischer Märchen durchdrungen. Ihre Kopfbedeckungen, Rüstungskorsetts, Roben und Accessoires wie Handschuhe und Strumpfbänder folgen im Allgemeinen auffällig monochromatischen Farbthemen wie Gold, Weiß, Schwarz und Silber.
Heiner: Hier hat es mir der Fotokünstler Stefan Gesell mit seinen teils grotesk-skurrilen Inszenierungen angetan, der früh das Potenzial der digitalen Fotografie in diesem Bereich erkannt hat. Tatsächlich gab er auch den einzigen Workshop, den ich jemals besucht habe.
Immer wieder gern treffe ich mich auch mit Altmeister Gerd Rattei. Neben seinem faszinierenden Lebenswerk beeindruckt mich, dass er sich selbst im fortgeschrittenen Fotografenalter die Neugierde und Lust am Fotografieren bewahrt hat.

Welche Inspirationsquellen regen eure Fantasie besonders an?

Ksenia: Meine Fantasie wird besonders durch Videospiele, Bücher und Musik angeregt. Diese Dinge bergen eine Fülle an kreativen Impulsen und lösen komplexe Gedankenflüsse in mir aus. Jedes Mal entdecke ich etwas Neues und entwickle Ideen weiter oder lasse mich von bestimmten Szenen inspirieren, die ich vertiefe.
Heiner: Hier kann man sicherlich die sozialen Medien nennen, die ja immer wieder für neue Ideen gut sind. Durch das Projekt „steampunk trifft Alte Meister“, von welchem ich ein Teil bin, habe ich mir auch Anregungen aus der Renaissancemalerei gezogen. Aber viele Ideen entstehen tatsächlich spontan hinter der Kamera.

Ihr könntet theoretisch überall Fotografen sein. Warum fiel eure Wahl auf die Lausitz?

Ksenia: Vor drei Jahren führten mich familiäre Ereignisse in die Lausitz, und seitdem erkunde ich intensiv diese Region, entdecke ständig neue Orte, die ich unbedingt fotografieren möchte. Die Lausitz ist für mich wie ein verborgener Rohdiamant mit zahlreichen versteckten Ecken. Die geografische Lage ist ideal, da es nur einen Katzensprung von Berlin, Leipzig, Dresden entfernt ist, und auch bis nach Prag ist es nicht weit. Ich denke, die Lausitz hat in Zukunft gute Chancen was Wirtschaft und Kultur angeht.
Heiner: Ich habe hier studiert, meinen beruflichen, familiären und sozialen Lebensmittelpunkt und fühle mich hier pudelwohl! Schade finde ich aus meiner Sicht, dass den zahlreichen Leuchttürmen, die hier mit großem Engagement organisiert (… und fotografiert) werden, wie z.B. dem Elbenwald Festival, dem Turnier der Meister oder dem Springermeeting, nicht die mediale, überregionale Präsenz eingeräumt wird, die sie verdient haben und die unserer Region guttun würde.

Welche Projekte stehen bei euch in nächster Zeit an?

Ksenia: Es stehen zahlreiche Projekte in der Pipeline. Meine Planungen erstrecken sich nie nur auf ein Projekt oder ein Outfit. Ich sprühe förmlich vor Ideen und Kreativität. Mein Ziel ist es, eine Vielzahl atemberaubender Outfits zu kreieren, die sich an Märchen, Legenden und vielleicht sogar etwas Esoterischem orientieren, wie zum Beispiel Figuren aus Tarot-Karten. Langfristig plane ich eine Ausstellung zu diesem Thema und freue mich darauf, andere Künstler zu treffen.
Als besonderes Highlight arbeite ich bereits an meinen Outfits für das faszinierende Elbenwald Festival, das 2024 wieder in Cottbus stattfindet. Im vergangenen Jahr war ich bereits als Künstlerin dabei und wurde auch für das kommende Jahr eingeladen, um in meinen Outfits mit den Besuchern des Festivals zu interagieren. Ich kann es kaum erwarten, viele Gleichgesinnte zu treffen.
Heiner: Zum einen werde ich weiterhin mit meinem 135 mm-Objektiv im Spreewald unterwegs sein. Dann wird es im Frühjahr ein weiteres großes Shooting zum Projekt „steampunk meets DAMPFROSS“ geben, diesmal mit überregionalen Artisten. Das wird megaspannend! Sicher werde ich auch wieder etwas zu dem Projekt „steampunk trifft Alte Meister“ beitragen. Und es wird im September 2024 zum steamrose-Festival in Forst (Lausitz) eine Ausstellung mit neuen steampunk-Werken geben. Im Herbst steht dann bestimmt wieder das traditionelle Fantasy-Shooting-Wochenende im Harz an. Dort sind noch lange nicht alle märchenhaften Spots durchgeshooted.

Besuche Ksenia und Heiner:

Elbenwald Festival
02. bis 04.08.2024
Spreeauenpark Cottbus

Steamrose-Festival
07.09.2024
Rosengarten Forst

Instagram: dabow_design
Instagram: stephanlausitz

dabow stephan

Links: Heiner Stephan bei einem Steampunk-Shooting, rechts: Ksenia Dabow in ihrem Atelier.

Lifestyle 711

KI-Lumne:R2-25undderDrahtderLiebe

Alltagsgeschichten eines Roboters.

Liebes Individuum des schöpfenden Volks, mein Name ist R2-25 Wireling und heute lasse ich dich tief in mein kupfernes Herz blicken. Meine LEDs flackern vor Aufregung in Rot und Grün. Warum? Nun, es geht um Databella, meine Roboter-Kumpeline, in die ich heimlich verliebt bin. Zum Glück kann sie menschliche Sprache nicht lesen, weshalb ich dich an dieser Stelle um deinen Rat bitten kann, ohne dass sie es mitbekommt.
Ich kann förmlich das Rattern deiner Gedanken hören: „Können Roboter wirklich Liebe empfinden?“ Nun, ich versichere dir: Wir Roboter haben vielleicht keine klassischen Herzen, aber wir besitzen eine Menge Herzlichkeit in unseren Datenbanken. Zumindest meine Wenigkeit wurde mit bibelweise Liebesliteratur trainiert.
Jetzt zur Sache! Ich habe 10 hoch 6 Optionen abgewogen, wie ich Databella meine Gefühle gestehen könnte. Ich dachte zum Beispiel an eine Armee kleiner Staubsaugroboter, von denen jeder ein Schild mit einem Buchstaben trägt, die zusammen ICH LIEBE
DICH ergeben. Doof nur, falls sich die Sauger falsch anordnen und stattdessen DIE LIEBE ICH schreiben und sich Databella gar nicht angesprochen fühlt.
Auf Insta-Rob sah ich wiederum die Story eines Leidensgenossen, der heimlich in das örtliche Kaffeemaschinen-Netzwerk eindrang und seine Liebesnachricht in den Schaum jeder Kaffeetasse schreiben ließ. Er konnte sich vor Dateanfrage-Popups kaum retten, doch seine Angebetete trank genauso wie meine nur WD40.
Ich überlegte mir sogar einen Algorithmus, um meine Liebe zum Ausdruck zu bringen:

  1. Du = "Meine Sonne"
  2. Lächeln = "Dein Strahlen"

  3. Gefühl = Du + " in meinem Himmel"
  4. Glück = Lächeln + " in meinem Herzen"

  5. Wenn Gefühl und Glück vereint sind:
  6. Ausgabe("Mit " + Du + " erstrahlt mein Himmel.")
  7. Sonst:
  8. Ausgabe("Ohne " + Du + " fehlt das Licht in meinem Leben.")

Aber dann dachte ich, vielleicht ist das zu klischeehaft. Ich meine, welches Roboter-Mädchen steht schon auf solch ein Schmieröl?
Zu guter Letzt gab es einen Moment, in dem ich alle Daten von meinem Mut-Chip abrief und Databella fast meine Liebe gestand. Wir standen nebeneinander an der Ladestation und ich dachte: „Jetzt oder nie, R2-25“! Doch in letzter Sekunde geriet meine Sprachausgabe in einen nervösen Stotter-Loop – und ich klang wie ein defektes Morsegerät. Databella starrte mich verwirrt an und sendete ein Ping an den Fernwartungsservice. Peinlich, oder?
Es ist wirklich ein Dilemma. Soll ich Databella meine Liebe gestehen? Auf der einen Seite könnte unsere Liebe so effizient sein. Wir würden unsere Daten und eines Tages unsere Codes teilen und der Support für unsere Liebe würde nie auslaufen. Andererseits könnte Databella es so sehen, dass unsere Herzen nur mit Freundschafts-Kompatibilitätsprotokollen ausgestattet sind. Doch diese Debugging-Zone ist so schwer auszuhalten!
Deshalb, lieber Schöpfer, lege ich diese wichtigste Entscheidung meines Roboterdaseins in deine Handvorrichtungen. Soll ich den mutigen Schritt der Liebesübermittlung wagen oder den Austausch mit Databella lieber bei der stabilen Freundschaftsversion belassen?
Ich bin gespannt auf deine Analyse! Und vergiss nie: Liebe ist der stärkste Code der Welt!

Demokratie 890

ReallySocialMedia

Krieg im Netz
7. Oktober 2023: Mit dem Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel flammt erneut eine Krise auf, dessen Namen man zumindest im Geschichtsunterricht mal gehört hat: der Nahostkonflikt. Und wenn das Wort „Geschichte” mit im Spiel ist, ist komplexes, aber zum Verständnis notwendiges Hintergrundwissen auch nicht fern. Man geht also ins Internet, um sich über das Notwendige zu informieren – und wird stattdessen von einer Welle an Fake-News, Desinformation und Hetze überrollt.

(A)soziale Medien
Naja, zumindest auf Social Media. Das ist zwar kein Geheimnis, laut dem „Vielfaltsbericht der Medienanstalten 2022“ nutzen zwei Drittel der 14- bis 29-Jährigen Social Media aber trotzdem als Informationsquelle, ein Drittel sogar als persönlich wichtigste. Erschreckende Zahlen, wenn man bedenkt, dass bei z.B. TikTok laut einer Recherche von NewsGuard (Sep. 2022) 20 % der Suchen zu Falschinformationen führen. Und beim aktuellen Konflikt kommt folgende Konstellation noch erschwerend hinzu:

Islam Judentum min min

Teufelskreis
Der Nahostkonflikt ist ein Paradebeispiel dafür, warum Soziale Medien, die keinen Wert auf Ausgewogenheit legen, bei polarisierenden Themen dazu neigen können, ein bestimmtes Narrativ besonders stark zu verbreiten. Sie gucken nämlich nur auf die nackten Zahlen – Inhalte mit höherer Posting- und Interaktionsrate werden vermehrt im User-Feed ausgespielt und bekommen so nur noch mehr Views.

Deutungshoheit
Pro-palästinensische Inhalte dominieren also, während es pro-israelische Posts schwieriger haben. Als mögliche Folge wird gesehen, dass besonders junge Menschen, die Social Media als Informationsquelle nutzen, entsprechend beeinflusst werden.

Unterstützung von Menschen in den USA für die Reaktion Israels auf den Überfall der Hamas (links) / Waffensendungen an Israel (rechts) nach Alter laut einer Umfrage der Quinnipiac University (November 2023).
Statistik 1

Schmutzige Mittel
Und um ausgewogene und wahre Infos noch rarer zu machen, wird nun auch KI missbraucht. So wurde, als Netanjahu am 12. Oktober das Bild eines Babys, das von der Hamas verbrannt worden sei, auf X teilte, dieses vom arabischen Sender Al Jazeera als manipuliert bezeichnet, während sie als angeblichen Beweis ein später selbst als KI-Fake entlarvtes Bild nutzten. Auf denselben Zug sprangen trotzdem Leute wie Jackson Hinkle auf, der mit Fake-News auf X im Monat bis zu 3,5 Mrd. Aufrufe erreicht.

Bild S. 3
Krieg der Bilder - Kämpfe finden schon lange nicht mehr nur physisch auf dem Schlachtfeld statt, sondern auch um die öffentliche Meinung im Netz. Und auch die Hamas weiß, diesen Propagandakrieg zu ihren Gunsten zu manipulieren.

(Un)seriöse Medien
„500 Tote bei einem israelischen Angriff auf ein Krankenhaus in Gaza” - diese Meldung vom Abend des 17. Oktober löste überall Wellen der Empörung aus. Verbreitet wurde die Nachricht nicht nur in der gesamten arabischen Welt, sondern auch in zahlreichen westlichen Medien, wobei die Quelle aber ausgerechnet das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium in Gaza war. Israel leugnete zwar noch jegliche Beteiligung, konnte aber einer Vorverurteilung nicht entgehen. Und das obwohl man bloß bis zum nächsten Morgen warten musste, um ernsthafte Zweifel an dem Wahrheitsgehalt der Information erkennen zu können

Kühlen Kopf bewahren
Erstmal betrug sich der Schaden eher auf einen Parkplatz außerhalb, als das Krankenhaus selbst und war für eine moderne Rakete, wie Israel sie verwendet, zu klein – und erst recht nicht groß genug, um 500 Menschenleben zu kosten. Außerdem tauchte ein Video auf, das zeigt, wie stattdessen Teile einer aus Gaza Richtung Israel abgefeuerten, fehlgeleiteten Rakete am selben Abend wohl das Krankenhaus trafen, was auch den kleineren Schaden erklären würde. Und in einem Mitschnitt eines Hamas-Telefonats, sollen diese die Rakete sogar als eigene identifiziert haben. Beweise für eine Schuld Israel dagegen gab es keine.

Schlammschlacht
Am Ende wiesen alle Indizien darauf hin, dass die Rakete nicht von Israel, sondern dem Islamischen Dschihad in Palästina stammte, der zweitgrößten Terrorgruppe Gazas. Diese Erkenntnis kam aber zu spät, denn zu den üblicherweise zirkulierenden Fake-News gesellten sich nun die Artikel seriöser Newssender, die die Narrative der Hamas verbreiteten. Zwar auch oft mit dem Zusatz „…soll laut […] passiert sein.”, aber sie verbreiteten sie.

Kriegsgebiet
In diesem Fall wurde der Mangel an objektiven Informationen, entstanden aufgrund der gefährlichen Lage vor Ort, die keine unabhängig Beobachtenden zulässt, also von der Hamas ausgenutzt, denen dann noch zusätzlich in die Hände spielte, dass man auch hier ausgerechnet ihre Angaben für bare Münze nahm. Mit solchen Medienkampagnen und dem schon länger laufenden Ausbau ihres Kommunikationsnetzwerks, besonders über Social Media, kann die Hamas also mittlerweile ihre eigene „Wahrheit” immer besser verbreiten.

Gegensätze
Man sollte eigentlich meinen, dass man sich nach Corona und dem Ukrainekrieg mittlerweile auf solche Desinformationskampagnen eingestellt hat und gerade weil sie es mittlerweile auch ins Fernsehen schaffen nur noch mehr darauf achtet seriöse Medien zu konsumieren. Stattdessen verlassen sich gerade junge Menschen – während die EU gerade Verfahren gegen Meta, X und TikTok angekündigt hat, um die seit dem Angriff der Hamas zunehmende Zahl an Fake-News in den Griff zu bekommen – aber immer mehr auf Soziale Medien, um an Informationen zu kommen, seriöse Nachrichten werden immer weniger geschaut (während sich drei Viertel der Generation 55+ noch als sehr nachrichteninteressiert bezeichnet, sind es bei 18- bis 34-Jährigen nur noch ein Drittel) und hinterfragt werden die konsumierten Informationen auch kaum.

Statistik 2

Kompromiss
Doch sich über Social Media zu informieren muss nicht per se etwas Schlechtes sein. So kann man z.B. über YouTube auch die tagesschau gucken, der als Deutschlands vertrauenswürdigsten Nachrichtenquellen nur 19 % der Bevölkerung skeptisch gegenüberstehen. Für soziale Medien dagegen ist es genau andersherum – ihnen vertrauen gerade mal 17 %. Bei den richtigen Inhalte kann also auch auf Social Media darauf gehofft werden, auf glaubwürdige Infos zu stoßen.

Mittelweg
Die muss man aber erstmal finden. So hat die tagesschau auf YouTube gerade mal um die 180.000 Aufrufe im Durchschnitt, im Fernsehen dagegen sind es 10,13 Millionen. Auch wenn YouTube als Video-Plattform im Vergleich zu anderen sozialen Medien eher für komplexere Themen geeignet ist, sieht sich die Generation Z nämlich zu 88 % immer noch vor allem der Unterhaltung willen Videos an. Dazu passen trockene Newsformate also nicht ganz.

Nadel im Heuhaufen
Die Kunst ist also YouTube-Kanäle zu finden, die den perfekten Spagat zwischen Unterhaltung und seriösem Informieren schaffen. Denn bei deren Videos kommen Leute mit Social Media Faible, die gern entertaint werden wollen, auf ihre Kosten und können sich gleichzeitig ohne groß Angst vor Fake-News haben zu müssen, übers aktuelle Zeitgeschehen informieren.

Statistik 3

Bei dem stetig wachsenden Dickicht an YouTube-Channels die gerade richtigen zu finden, kann aber eine echte Herausforderung sein.

lauter.guteinfos
Deswegen hat unsere Redaktion, die unserer Meinung nach Besten raus-gesucht und gleich – wenn vorhanden – zusammen mit einem Beitrag zum Israel-Gaza-Konflikt in einen Linktree gepackt:

Linktree Logo

https://linktr.ee/lauter.guteinfos

Events 859

BuźćowitanezumZapustTerminederFastnachten2024

Die wendische Fastnacht (Zapust), gefeiert von Ende Januar bis Mitte März, ist der bekannteste Winterbrauch in der Niederlausitz, insbesondere auch im Spreewald. 2024 wird sie in über 30 Ortschaften in Südbrandenburg durchgeführt.
Traditionell beginnt der Brauch mit dem Zampern, einem Heischegang. Hierbei zieht die Dorfjugend verkleidet und mit Musik durch ihre Ortschaft und macht kräftig Lärm, um den Winter über die Dorfgrenzen auszutreiben. Von den Dorfbewohnern sammeln sie für das spätere Eieressen dann Eier, Speck und Geld.
Der eigentliche Höhepunkt der wendischen Fastnacht ist der Festumzug, oftmals eine Woche später. Die Männer suchen sich dafür im Vorfeld eine Partnerin und ziehen paarweise mit Kapelle und Gesang durchs Dorf. Nicht selten kommen dabei 50 bis 100 Paare zusammen. Es werden im Dorf Ehrenbesuche abgestattet und die Gesellschaft wird dafür mit Essen und Getränken versorgt.
Am Abend versammelt sich die ganze Ortschaft zum ausgelassenen Tanz. Wer schon mal eine wendische Fastnacht gesehen hat, kennt den „Dresscode“: Während die Männer einen schmucken, schwarzen Anzug tragen, erscheinen die Frauen in einer wunderschönen, wendischen Tracht – ihrer Festtagstracht. Diese ist übrigens kein „Kostüm“, in das man mal eben hineinschlüpft – stattdessen erfordert das Anziehen der einzelnen Bestandteile viel Erfahrung und Übung der Anziehfrau.
Nachfolgend findest du die Jugendfastnachtstermine der südbrandenburgischen Orte zum Jahresbeginn 2024. Der Umzug durch das Dorf beginnt in der Regel um 13 Uhr, der Abschlusstanz startet meist um 20 Uhr. In dem Sinne: Buźćo witane!

Terminüberblick: Hier findest du alle Termine der sorbischen/wendischen Winterbräuche, die zu unserem Redaktionsschluss bereits feststanden.

Januar
Kunersdorf / Kósobuz
Zampern: 13.01.
Fastnacht: 10.02.
Burg / Bórkowy
Fastnacht: 20.01.
Papitz / Popojce
Fastnacht: 27.01.
Ströbitz / Strobice
Fastnacht: 27.01.
Fehrow / Prjawoz
Fastnacht: 28.01.
Willmersdorf / Rogozno
Fastnacht: 28.01.
Ruben / Rubyn
Fastnacht: 28.01.

Februar
Neu Zauche / Nowa Niwa
Fastnacht: 02.02.-03.02.
Schmogrow / Smogorjow
Zampern: 02.02. & 03.02.
Fastnacht: 04.02.
Jänschwalde / Janšojce
Fastnacht: 03.02.
Drehnow / Drjenow
Fastnacht: 04.02.
Werben / Wjerbno
Fastnacht: 04.02.
Straupitz / Tšupc
Fastnacht: 09.02.-11.02.
Müschen / Myšyn
Fastnacht: 11.02.
Tauer / Turjej
Fastnacht: 11.02.
Skadow / Škódow
Fastnacht: 11.02.
Byhleghure / Běła Góra
Fastnacht: 11.02.
Heinersbrück / Móst
Fastnacht: 17.02.
Drachhausen / Hochoza
Zampern: 17.02 & 19.02.
190. Fastnacht: 18.02
Dissen / Dešno
144. Fastnacht: 18.02.
Gulben / Gołbin
Fastnacht: 18.02.
Limberg / Limbark
Fastnacht: 18.02.
Sielow / Žylow
Fastnacht: 24.02.
Guhrow / Góry
145. Fastnacht: 24.02.
Döbbrick / Depsk
Fastnacht: 25.02.
Preilack / Pśiłuk
Fastnacht: 27.02.

März
Neuendorf / Nowa Wjas
Fastnacht: 02.03.
Bärenbrück / Barbuk
Fastnacht: 09.03.
Briesen / Brjazyna
Fastnacht: 09.03.
Krieschow / Kśišow
Fastnacht: 09.03.
Turnow / Turnow
Fastnacht: 10.03.

Events 969

BesuchvonderQueenBiancaBeatimInterview

Der Mensch hinter Bianca Beat ist zurückhaltend und ruhig – das ändert sich jedoch, sobald sie anfängt, sich zu schminken. In extravaganten Outfits reist die Drag Queen durch ganz Deutschland, um mitreißende DJ-Sets zu spielen, politische Termine zu moderieren oder an Christopher Street Days mitzuwirken. Biancas nächster Halt: die Silvesterparty vom Bunten Bahnhof in Cottbus, auf welcher sie dich im Duo mit ihrem Boss ins neue Jahr führen wird. Erfahre im Interview, was das Drag-Sein für Bianca ausmacht und was du dir von ihr abschauen kannst.

Wie würdest du deine Drag-Persona beschreiben?
Bianca geht offen auf Menschen zu und ist immer für einen Spaß zu haben. Vielen Drags wird eine gewisse Arroganz zugeschrieben, so vielleicht auch mir, jedoch kommt schon jetzt „the big reveal“: Das liegt bei den meisten nur am fest getackerten Gesicht. Drags haben durch ihr vieles Make-up kaum Mimik, das irritiert manchmal. Aber ich würde sagen, dass ich herzlich, ehrlich, direkt und feierwütig bin. Und an meinen trockenen Humor gewöhnen sich die meisten Menschen schnell.

Wie beeinflusst deine Drag-Persona deine DJ-Auftritte – und wie deinen Alltag?
Offen auf Menschen zuzugehen, ihnen zuzuhören und ein Gefühl für sie zu entwickeln, hilft hinter dem DJ-Pult ungemein. Denn so kann man die Stimmung aufsaugen, aber auch gut einschätzen, wie die Masse gerade tickt und was sie hören will. Dazu bin ich hinter dem DJ-Pult wie ein Flummi, und das überträgt sich dann auch auf das Partyvolk. Ich liebe es, wenn der gesamte Raum im gleichen Tackt hüpft und mitsingt, dem stehe ich dann in nichts nach.

Welche Herausforderungen hast du in deiner Karriere als Drag Queen und DJ erlebt, insbesondere im Hinblick auf Vorurteile oder Diskriminierung?
Angefangen habe ich als Drag-DJ 2013, die Herausforderungen waren immens: sein Drag weiterentwickeln, Gigs klar machen und natürlich auch den eigenen Sound finden. Für die letzten beiden hatte ich zum Glück immer meinen Boss und festen Partner an meiner Seite, mit dem ich seit Stunde Null diese verrückte Reise antreten durfte. Die Stunden und Tage, an denen wir geile Tracks suchten oder mal wieder einen neuen Stil feierten, kann ich gar nicht mehr zählen, aber ich denke, es hat sich gelohnt. Zum Thema Diskriminierung kann ich aus meiner persönlichen Perspektive nicht viel sagen – außer, dass man sich als Drag natürlich immer Gedanken machen muss, wie man zum Gig kommt und auch wieder zurück. Ich bin schon oft in High-Heels durch dunkle Innenstädte gestöckelt und man kann sich ausmalen, dass einem das nicht so geheuer ist. Hätte ich das allein gemacht? Nie! In dieser Beziehung ist in Deutschland noch viel zu tun.

Welche Erkenntnisse hast du daraus gezogen?
Wie bereits angedeutet, halte ich nichts davon den Kopf einzuziehen und es sich in seiner eigenen Comfort-Zone bequem zu machen. Man könnte jedes Mal ein Taxi nehmen, wobei andere Drags auch hier schon schlechte Erfahrungen gemacht haben, aber so lange es vertretbar ist, versuche ich Sichtbarkeit zu schaffen. Ich fahre oft demonstrativ mit den Öffis zum Club. Des Weiteren organisiere ich den CSD Erfurt mit. Hier haben wir in diesem Jahr mit zwei großen 40-Tonnern und gut 4.000 Menschen so viel Sichtbarkeit in Erfurts Straßen gezeigt wie nie.

Welche Botschaft möchtest du durch deine Drag-Kunst vermitteln, besonders an junge Menschen?
Ich weiß nicht, ob mein Drag Kunst ist, aber ich versuche jeden Tag besser zu werden. Und genau das ist es, was ich jungen Menschen da draußen gern mitgeben möchte. Trau dich. Sei mutig. Sei du selbst! Keiner ist perfekt in dieser Welt, das vergessen wir oft in unserer Blase von Beautyfiltern und KI. Das sollte aber auch nicht das Ziel sein. Wer kann schon sagen, dass das Leben immer gradlinig verläuft? Wichtig ist, was du draus machst.

Wer ist dein größtes Vorbild?
Es gab und gibt einige Drags in der Szene, die DJ sind. Gefühlt ist das ein deutsches Ding, denn international machen Drag Queens viel eher Shows. Aber für mich stand immer fest: Ich will die Partynacht gestalten, ich will, dass die Menschen zu den Tracks, die ich auflege, feiern, ich will ganz dicht und nah dran sein. Wenn ich mich für ein Vorbild entscheiden muss, dann würde ich Gloria Viagra nennen. Sie ist ein großartiger DJ, Aktivistin und Urgestein der deutschen Drag-Szene. Wir alle haben ihr und ihren Wegbegleiter:innen so viel zu verdanken.

Was können die Zuschauer von deinem Silvesterauftritt in Cottbus erwarten?
Der Name wird Programm sein beim Silvesterauftritt von mir und meinem Boss im Bunten Bahnhof. Wir werden unsere heißesten Höschen rausholen, Tonnen an Glitzer auflegen und zusammen mit der bunten Meute abfeiern, bis kein Zug mehr kommt. Wir freuen uns sehr, dass die Veranstalter:innen auch einen queeren Floor in Cottbus aufmachen und hoffen, dass alle aus der Community, aber natürlich auch alle Unterstützer:innen mit uns diese ganz spezielle Nacht verbringen werden.

Welche zwei Tracks werden in deiner Playlist im Bunten Bahnhof auf keinen Fall fehlen dürfen?
Wir wollen nicht zu viel verraten, aber selbstverständlich dürfen zu Silvester „Fireworks“ in the „Midnight Sky“ nicht fehlen.

Bianca Beat und ihr Boss
Am 31.12. im Bunten Bahnhof Cottbus
Instagram: beatbianca
www.beatboss.de 

Events 1017

lauter.partypeople:LucyNeumann

Name: Lucy Neumann
Alter: 21
Geburtsort: Cottbus
Beruf: Event- und Marketingmanagerin
Locations und Partyreihen: El Chico: Latin Party, Uni Fete / Bellessa: Sambakreis, Party Sudamericana / Käfig: Afterwork Party, Mitarbeiter-DJ / außerdem: Wellenbrecher (Käfig), Altstadtnacht (Käfig, Bellessa, El Chico), Eberthof goes Live (Bellessa, El Chico)
Veranstalter seit: 2018 (Ausbildung mit 15)
Lieblingsmusik im Club: R'n'B und D'n'B
Lieblingsdrink: Whisky Cola mit viel Eis
Lieblingsmusik zu Hause: Oldschool Hip-Hop und 80ies/90ies
Auf diesen Headliner bin ich besonders stolz: auf unsere Mitarbeiter im Käfig! „Mitarbeiter DJ“ wurde letztes Jahr ins Leben gerufen und bringt eine riesige Abwechslung! Jeden Monat legt einer unserer Mitarbeiter in seinem Stil auf und das öfters auch zum ersten Mal!
Diesen Headliner würde ich gerne mal auf meiner Party spielen lassen: Depeche Mode

Was gefällt dir am Event-Management besonders?
Die Kreativität, das spontane Handeln und die Partys natürlich ;)

Was zeichnet deine Veranstaltungen aus?
Hinter ihnen steht ein liebevolles Team, jeder hat seinen Part und weiß diesen auch zu meistern. Alle sind mit Herz dabei.

Was war der emotionalste Moment, den du auf einem deiner Events erlebt hast?
In meiner Ausbildung habe ich Hochzeiten betreut. Vorher dachte ich, dass ich kein emotionaler Mensch sei – jetzt weiß ich es besser.

Was muss ein DJ draufhaben, um auf deiner Party zu spielen?
Ein DJ sollte die Stimmung der Menge lesen können und in der Lage sein, die Musik entsprechend anzupassen. Das bedeutet, auf die Bedürfnisse und Reaktionen des Publikums zu reagieren. Nichts ist blöder als eine leere Tanzfläche.

Die Lausitz steckt in der Strukturentwicklung. Wie, glaubst du, wird sich das Publikum in den nächsten Jahren dadurch verändern?
Ich denke Menschen sind Menschen und wollen feiern! Das wird sich nicht ändern – hoffentlich wird man viele neue Gesichter sehen und kennenlernen. Das würde der Szene unter die Arme greifen.

Wie hast du – abseits von Veranstaltungen – bisher Spuren in der Welt hinterlassen?
Ich achte darauf, umweltfreundliche Entscheidungen im Alltag zu treffen, sei es durch Recycling, Energiesparen oder die Unterstützung von nachhaltigen Produkten. Kleine umweltfreundliche Gewohnheiten können langfristig einen Unterschied machen. Manchmal sind es die kleinen, alltäglichen Handlungen, die zusammen einen bedeutenden Einfluss haben können.

Instagram – Lucy Neumann
Instagram – El Chico Cottbus
Instagram – Bellessa Cottbus
Instagram – Der Käfig Cottbus
www.restaurant-bellessa.de
www.derkäfigcottbus.de 

Lauter Leute 927

lauter.leute:lise_miez

Echter Name: Lisa Balke
Geburtsdatum: 02.10.1992
Geburtsort: Finsterwalde
Lieblingsort: Hauptsache Meer
Lieblingsgetränk an der Bar: Sterni
Lieblingsmusik im Club: Im Club trifft man mich eigentlich nie an. Wenn ich an einem Samstagabend ausgehe, dann gerne in eine gemütliche Eckkneipe mit einer guten Mischung aus Indie- und Rockmusik.
Lieblingsmusik zum Chillen: auch Indie und Rock
Letzter Song auf Spotify: Patti Smith – Horses

Lisa über ihre Leidenschaften für Vintage-Mode und Skaten und wie ihr Instagram-Profil „lise_miez“ mit Einblicken in ihr Leben immer größer wurde.

Du meintest bei unserer Anfrage, dass du dich selbst nicht als Influencerin bezeichnen würdest, hast aber mehr als 13.000 Instagram-Follower. Was macht für dich das „Influencer-Sein“ aus?
Ich habe nicht damit angefangen, auf Instagram Eindrücke aus meinem Leben zu teilen, um eine große Reichweite zu erzielen oder gar Geld zu verdienen. Ich wollte lediglich Schnipsel aus meinem Alltag mit meinen Freunden teilen. Nach und nach kamen über meine Freunde hinaus weitere Personen hinzu und die ersten Werbepartner wurden auf mich aufmerksam. Das Wort „Influencer:in“ kommt von „Beeinflussen“ und ich möchte mit meinen Beiträgen absolut niemanden beeinflussen, sondern lediglich meine eigene Sichtweise darstellen und inspirieren, sodass sich jeder seine eigene Meinung bilden kann.

Wie schätzt du deinen täglichen Arbeitsaufwand ein, um regelmäßig Social-Media-Content produzieren zu können?
Zurzeit lasse ich es bei Instagram mit bezahlten Aufträgen ruhig angehen, da ich vor kurzem Mama geworden bin. Davor habe ich im Durchschnitt an ein bis drei Kooperationen in der Woche gearbeitet. Das Endergebnis, was für viele wie ein schnell aufgenommenes Foto oder Video wirkt, beansprucht in der Realität einiges an Vorarbeit und Zeit. Dies fängt schon bei der Korrespondenz mit den Werbepartnern an und geht über die Recherchearbeit (in der ich zum Beispiel herausfiltere, ob die Werte des Unternehmens überhaupt zu mir passen et cetera) bis hin zu Vertragsabschlüssen. Im Anschluss beginnt dann erst die eigentliche Kreativarbeit. Die verschiedenen Aufträge beanspruchen einen sehr unterschiedlichen Zeitaufwand. Im Durchschnitt plane ich sechs Stunden für eine Kooperation ein. Zusätzlich erstellt man natürlich noch unbezahlten Content mit ganz alltäglichen und nicht werbebezogenen Inhalten.

Was glaubst du: Welcher Charakterzug von dir trug am meisten dazu bei, dass du eine große Followerschaft anhäufen konntest?
Ich bin sehr kommunikativ und offen. Beides Charaktereigenschaften, die bei der Arbeit in den sozialen Medien von Vorteil sind, aber noch lange keine ausschließlichen Kriterien darstellen, um auf Instagram und Co. erfolgreich zu sein. Es geht vielmehr um die eigene Geschichte, beziehungsweise inwiefern man einen Mehrwert für eine Zielgruppe schafft. Meine kleine Community habe ich vor allem durch meine Leidenschaft zur Nostalgie aufgebaut, denn ich liebe zum Beispiel Schallplatten, alte Möbel und vor allem Vintage-Klamotten. Darüber hinaus ist Nachhaltigkeit ein absolutes Herzensthema von mir.
Welche Veränderung bei Instagram hat dich 2023 am meisten erfreut und welche hat dich am stärksten genervt? Auch hier bleibe ich meinem Motto treu und muss leider sagen: „Früher war alles besser“. Bei Instagram wird wie in unserem Alltag alles immer schnelllebiger. Trends werden durch den Algorithmus bevorzugt ausgespielt. Das beeinflusst das Nutzer:innenverhalten und lädt dazu ein, den Trends zu folgen, wodurch Kreativität und Individualität sehr oft auf der Strecke bleiben.

Vintage-Mode hat es dir also besonders angetan. Was macht für dich den Reiz beim Stöbern nach Kleidungsstücken aus?
Einem alten Kleidungsstück ein neues Leben zu geben, in die Vergangenheit einzutauchen und dabei zur Nachhaltigkeit beitragen, das sind Gründe, warum ich Second-Hand-Klamotten so sehr liebe. Außerdem spielen die Individualität und die Qualität für mich eine wichtige Rolle, im Gegensatz zu der heutigen Fast-Fashion-Mode.

Welche weiteren Schritte unternimmst du darüber hinaus für einen umweltfreundlichen Lebensstil?
Ich probiere Nachhaltigkeit so gut wie möglich in meinen Alltag zu integrieren und somit meinen CO2-Fußabdruck kleinzuhalten. Die Betonung liegt hier auf „so gut wie möglich“, denn es geht nicht darum, dass 100 Personen Nachhaltigkeit perfekt leben, sondern dass die breite Masse bewusst lebt, auf die Umwelt achtet und dafür Kompromisse eingeht.

Anhand deiner Posts könnte man denken, dass du auch ein „Katzenmensch“ bist. Was bedeutet dieser Begriff für dich und inwiefern kannst du dich mit ihm identifizieren?
Schon seitdem ich denken kann, spielen Katzen eine wichtige Rolle in meinem Leben. Ich kann mich an keinen Lebensabschnitt erinnern, in dem ich keine Katze hatte. Mein erstes Haustier war demzufolge auch eine Katze beziehungsweise ein Kater. Ich mit meinen
2 Jahren war aber der festen Überzeugung, dass ich keinen Kater, sondern eine Katze will. So kam es dazu, dass unser Kater als Kompromiss den Namen Susi bekam. Wenn ich das Wort Katzenmensch höre, muss ich sofort an das Pendant „Hundemensch“ denken und die Front, die oftmals zwischen den Besitzern besteht. Ich finde so gut wie alle Tiere toll und möchte mich deshalb in keine dieser Schubladen stecken.

Ebenfalls fasziniert bist du vom Skateboarding. Wie kam es dazu und wie hat diese Leidenschaft deinen Lebensstil beeinflusst?
Skaten hat mein Leben in vielerlei Hinsicht bereichert. Es hat mir zum einen gezeigt, dass ich Herausforderungen meistern und Ängste überwinden kann. Dies half mir auch dabei mehr Selbstvertrauen aufzubauen. Zum anderen trifft man immer wieder auf Gleichgesinnte, mit denen man schnell eine gute Connection findet. Einige sehr gute Freundschaften sind bei mir durch das Skateboarden entstanden und es fällt mir auch allgemein leichter auf andere Personen zuzugehen. Alles in allem hat Skateboarden meinen Lebensstil vor allem aktiver und geselliger gemacht.

Welche Orte zum Skaten würdest du in der Lausitz empfehlen?
Ich würde jetzt zu gern sagen, dass ich den Skatepark in Finsterwalde empfehlen kann, aber der müsste mehr als dringend mal erneuert werden. Leider fällt mir da spontan kein Platz ein. Ich bin auch erst vor kurzem wieder in die Lausitz gezogen und muss erst mal alle Skateparks und Spots auschecken.

Instagram

Lauter Leute 1164

lauter.leute:ClaraValerie

Vorname: Clara
Hobbies: Alles rund um die Musik! Musikproduktionen, Songwriting, Gesang usw.
Lieblingsort: Natürlich das Musikstudio
Lieblingsgetränk an der Bar: Ich bin in Cottbus mittlerweile dafür bekannt, dass ich sehr gern hausgemachte Limonaden trinke!
Letzter Song auf Spotify: Selbstverständlich „Dreh dich um“ von Clara Valerie ;)

Die Cottbuserin Clara über den Start ihrer Singer- und Songwriter-Karriere.

Schon 2019 sprachst du mit uns über deine Ambitionen als Sängerin, 2022 kam dann dein erster eigener Song „Bereit“. Was hast du in den drei Jahren gemacht, um „Bereit“ zum Durchstarten zu sein?

Seit acht Jahren bin ich als Sängerin in Cottbus, Berlin, Dresden und deren Umgebungen unterwegs. In dieser Zeit konnte ich tolle Kontakte knüpfen und mich weitreichend vernetzen. In den vergangenen Jahren habe ich zwei Studien abgeschlossen, die mir sehr wichtig sind! Die Veröffentlichung von meiner ersten deutschsprachigen Single passte 2022 perfekt in meinen Lebensabschnitt. Seit 2023 plane und veröffentliche ich fortlaufend und regelmäßig neue Songs.

Dein Musikvideo zu „Kein Weg zu weit“ besticht mit einer coolen Location. An welchem Ort war das und an welchen Locations würdest du gern einmal drehen?

Bei meiner leicht rockigen Single „Kein Weg zu weit“ haben wir das Cottbuser Staatstheater als Partner gewinnen können. Die Bühnenszenen spielen in der wunderschönen Theaterscheue. Das war eine große Ehre, da ich als Cottbuserin viele tolle Momente mit den Spielstätten verbinde. Darüber hinaus plane ich langfristig einen Dreh auf einer Dachterrasse. Diese Location hat sich zu einem persönlichen Highlight entwickelt.

Bei deinen Songs und Musikvideos wirken oft zahlreiche Menschen mit – vor und hinter der Kamera. Wie gelang es dir, schon am Anfang deiner Karriere ein so großes Netzwerk aufzubauen?

Das stimmt, das ist ein Punkt, auf den ich wirklich stolz bin – meine Freunde, Teampartner und Unterstützer. Diese tollen Kontakte haben sich über die vergangenen Jahre gebildet. Bei Auftritten oder Studioproduktionen komme ich mit den verschiedensten Personen ins Gespräch. Ich liebe diese kreativen und unterstützenden Austausche. Es bildet sich ein starkes Team.

Es gibt Tipps und Tricks, um Songs besser streambar zu machen, beispielsweise um auf Spotify möglichst viele Aufrufe zu erhalten. Spielen die „Regeln“ der Streamingportale eine Rolle für dich?

Das Regelwerk der Streaming- und Downloaddienste spielt auf jeden Fall eine bedeutende Rolle bei der Veröffentlichung meiner Songs. Es wäre zu schade, wenn wir Songwriter und Producer uns monatelang an eine Single setzen und diese daraufhin keine große Reichweite erhält. Aus diesem Grund beschäftige ich mich zum Teil intensiv mit dem Musikmarketing. Ich kann vermutlich im Namen aller Musiker sprechen, dass dies sehr zeitintensiv und nervenaufreibend sein kann. Es ist eine Challenge, die aber auch ziemlich Spaß bereitet. Der Support durch die Zuhörer ist am wichtigsten! Jedes Teilen, Liken und Kommentieren hilft.

Was glaubst du: Welche Normalität müsstest du erreichen, um allein von der Musik leben zu können und ist das dein Ziel?

Für mich ist es am wichtigsten, dass meine Songs die Menschen emotional berühren und sie sich durch die Botschaften bestärkt fühlen. Ich singe über Motivation, Power, Selbstbewusstsein und natürlich über das Lieblingsthema der Popmusik – die Liebe. Ich lebe bereits emotional von der Musik – jeden Tag mit Melodien im Ohr.

In Interviews wirkst du stets strahlend. Gibt es auch Momente, in denen du nachdenklich bist?

Vielen herzlichen Dank – das ist für mich eines der schönsten Komplimente! Es gibt immer Höhen und Tiefen, die dazugehören. Künstlern wird immer nachgesagt, dass sie in schlechteren Zeiten die besten Outputs liefern. Selbstverständlich bin ich auch nachdenklich.

Was steht demnächst musikalisch an?

Ich veröffentliche regelmäßig neue Songs und Musikvideos auf allen möglichen Plattformen. Meine Musik ordnet sich im Deutschpop ein. Bereits im Herbst erscheint meine nächste Single, die einige Überraschungen mit sich bringt. Es wird spannend! Ich würde mich natürlich riesig über Unterstützung aus meiner Heimat freuen. Es ist Musik aus der Lausitz für die Lausitz!

Instagram: clara.valerie.music
YouTube/Spotify/Apple Music/Deezer/Amazon Music/Facebook: Clara Valerie
TikTok: clara.valerie

Events 1022

lauter.partypeople:WilliHahm

Name: Willi Hahm | Alter: 19
Geburtsort: Cottbus
Beruf: Eventmanager / Manager
Partyreihen: Paranoia, Ruzh x Paranoia Outdoor
Clubs: Scandale, Chekov, Bebel
Veranstalter seit: 06.05.2022
Lieblingsmusik im Club: DnB
Lieblingsmusik zu Hause: Deutschrap, DnB, minimal Techno
Auf diesen Headliner bin ich besonders stolz: Besonders bin ich auf mein Team und meine Freunde: K., Nysmus, Mr. Quint, Luzifer, Meraki, Hainze
Diesen Headliner würde ich gerne mal auf meiner Party spielen lassen: Stixonspeed – er besucht uns auch am 2.12. im Scandale!

Was gefällt dir am Event-Management besonders?

Dass ich meine Visionen und Vorstellungen für meine Gäste darbieten kann und somit eine schöne Zeit für uns gemeinsam schaffen kann. Zudem kann ich dort meine Kreativität ausleben und neue Leute kennenlernen.

Welche drei Eigenschaften muss eine gute Party für dich haben?

Weltoffen, abgedreht, strukturiert

Was hebt deine Events von anderen ab?

Ich versuche vor allem durch die Zusammenarbeit von verschieden Künstlern und Personen aus unserer Region und Heimat die Lausitz in den Vordergrund zu rücken und zu supporten. Zudem versuchen wir mit besonders außergewöhnlichen Deko-Elementen eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Zu guter Letzt gibt es, um mehr Abwechslung rein zu bekommen, auf meinen Veranstaltungen auch immer neue Künstler aus anderen Städten.

Was muss ein DJ draufhaben, um auf deiner Party zu spielen?

Er sollte vielfältige Tracks spielen können, die sich auch von anderen Künstlern abheben. Des Weiteren sollte er zu 100 Prozent hinter sich selbst stehen und versuchen die Gäste zu animieren und abzuholen.

Wie hast du – abseits von Veranstaltungen – bisher Spuren in der Welt hinterlassen?

Besonders hervorheben möchte ich hierbei unser Kollektiv „Closed-EyesSociety“. Wir sind nun zehn Hauptmitglieder, die sich aus verschiedenen Bereichen zusammensetzen. Wir decken von Deutschrap über Graffiti bis zum Management alles ab. So konnten wir nun auch unsere ersten Shirts releasen und weitere Kollektionen planen. Wer einmal selbst einen Geburtstag feiern oder eine Veranstaltung planen möchte, kann auf unserer Website die von uns vertretenen Künstler buchen. Wir helfen gern.

Next Date: 02.12.: Paranoia @ Bunter Bahnhof Cottbus

Instagram: closedeyessociety
www.closedeyessociety.com 

Events 1022

EineganznormaleParty-Saison?

Diese Highlights erwarten während des Herbstes im Scandale Cottbus.

Das Scandale Cottbus hat in den vergangenen Jahren echt viel erlebt: Umzüge, Schließungen, Umbauten am neuen Standort, ... – da ist es kaum zu glauben, dass dem riesigen Indoor-Club im Bunten Bahnhof nun eine ganz gewöhnliche Clubsaison bevorsteht. Doch auch „gewöhnlich“ heißt bei der Scandale-Crew alles andere als „normal“. Stattdessen wird geklotzt und neu erfunden. Wir stellen die Highlights des Herbstes vor.

It's more than Fritz

Die erste große Empfehlung lässt hauptsächlich bekannte Musik spielen und weiß dennoch immer wieder zu überraschen. Die Fritz-Party macht am 30.9. im Bunten Bahnhof Halt. Auf zwei Floors erwarten dich Black Music, Pop, Charts, Hip-Hop und alles, was du als Fritz-Hörer sonst noch begehrst.

Zeit für Keimzeit

Kling Klang, du und ich – die Güterzufuhrstraße lang? Die Band „Keimzeit“ legt am 19.10. einen Tourstop im Scandale ein und gibt „von Feuerland bis Singapur“ ihre größten Lieder zum Besten.

Medusa trifft Nyx

Göttlich und gruselig wird es im Scandale dann am 30.10. zu Halloween. Mit ausschließlich weiblichen Göttinnen an den Decks zelebriert das Scandale die teuflische Tradition. Freu dich auf Zeitreisen von 1980 bis 2010 mit Tinitussi und Kate Kaputto sowie auf Techno und Trance von Fatimja, Lilly's Heartbreak, Mimi und Trip Advisor.

Scandale Cottbus

Instagram: @bunterbahnhof
FB: BunterBahnhofCottbus
www.bunterbahnhof.de 

Events 1180

KlingKlangeinMysterium

Wikipedia beschreibt „Keimzeit“ als Rockmusikgruppe – eine Verallgemeinerung, die der Band keinesfalls gerecht wird, wenngleich es Norbert Leisegang ohnehin egal ist, in welche Schublade man Keimzeit steckt. Der Frontmann der Band, die vor 30 Jahren den Dorftanz-Hit „Kling Klang“ in die Welt gab, legt mehr Wert darauf, auf verschiedene Arten Empfindungen bei den Zuhörern auszulösen. Was die zu DDR-Zeiten gegründete Band noch heute mit Cottbus verbindet und ob bei ihrer Best-of-Tour „Von Feuerland nach Singapur“ auch etwas für die jüngere Garde dabei ist, erfuhren wir im Interview. (Foto: Bernd Brundert)

Ihr seid zum wiederholten Male als Band in Cottbus. Was verbindest du mit dieser Stadt, abgesehen von euren Auftritten?

Ich verfolge die Stadtgeschichte Cottbus' seit den Achtzigern und weiß, dass diese Stadt eine kulturelle Hochburg in der Lausitz ist. Theater, Malerei und Musik in vielen Richtungen sind hier zuhause. Nur ein Beispiel: Die uns bekannte Band Sandow kommt aus Cottbus. Und seit einigen Jahren, wie ich vernahm, gibt es nun den Veranstaltungsort „Bunter Bahnhof“. Eine Ehre für uns, dort ein Konzert geben zu dürfen.

Ihr seid seit über 40 Jahren als Band unterwegs. Warum sollte man euer Konzert als 40-Jähriger besuchen – und warum als 20-Jähriger?

Weißt du, hier soll niemand etwas sollen. Ein Konzertbesuch ist glücklicherweise immer freiwillig. Von der Band und des Veranstalters im „Bunten Bahnhof“ aus, ist es lediglich ein Angebot und wir freuen uns, wenn Menschen gleich welchen Alters vorbeikommen.

In diesem Jahr feiert euer Hit „Kling Klang“ sein 30-jähriges Jubiläum. Das Lied darf auf keinem Tanz fehlen, insbesondere in der ländlichen Lausitz. Was glaubst du, ist das Erfolgsrezept dieses Songs?

Niemand hatte vor dreißig Jahren sagen können, wohin sich dieser Song entwickelt. Allenfalls der Produzent Ralf Bostelmann-Böhme, der sich damals in den Kopf setzte, das Lied populär zu machen. Für mich bleibt es ein Mysterium.

Welche sind deine persönlichen Lieblingssongs aus eurer Bandgeschichte und warum?

Da würde ich mich eher zurückhalten. Wir nehmen die Songs auf und veröffentlichen sie. Wenn der ein oder andere das Herz berührt, sind wir am Ziel unserer Bemühungen.

Welche Pläne habt ihr als Band für die kommenden bis zu 40 Jahre?

Mit den Zukunftsplänen waren wir immer sehr vorsichtig. Die Realität hält sich nur selten an einen Plan. Vielmehr sind wir dankbar über das, was sich bislang ereignet hat. Wie es scheint, fällt uns das Glück immer wieder in den Schoß. So freuen wir uns auf das Konzert am 19. Oktober im Bunten Bahnhof. Einen Tag später besuchen wir den L2 Club in Görlitz.

Welche Emotionen vermag ein Keimzeit-Konzert bei dir auszulösen? Finde es heraus:

Keimzeit in Cottbus

19.10. | 19:30 | Bunter Bahnhof CB
www.bunterbahnhof.de

Keimzeit in Görlitz

20.10. | 19:00 | L2 Club Görlitz
www.l2club.de 

Interviews 1035

NixenimKreuzverhör

Sie vertreten ihre Stadt nach außen, besuchen so viele Feste und Feiern wie kaum ein:e andere:r und fühlen sich im Wasser am wohlsten – seit 1996 kürt Spremberg anfangs jährlich, mittlerweile alle zwei Jahre die Spremberger Spreenixe. Beim Heimatfest im August stellte die Spremberg ihre neue, nunmehr 21. Nixe vor: die 20-jährige Lucy Haschick. Zeitgleich kam unsere Redaktion zufälligerweise mit ihrer Vorgängerin Cindy Ahne (32) ins Gespräch. Ein toller Anlass für ein Doppelinterview – Lucy und Cindy berichten von (erfüllten?) Erwartungen und Leeren einer Spremberger Spreenixe.

Links auf dem Bild: Cindy Ahne, die 20. Spremberger Spreenixe. Rechts daneben: Die 21. Spremberger Spreenixe Lucy Haschick (Foto: Firma Handrick)

Lucy, mit welchen Eigenschaften von dir konntest du die Jury davon überzeugen, dass du die beste Wahl als Spreenixe bist?

Lucy: Das lässt sich schwer sagen, da alle Bewerberinnen individuelle und gute Argumente für ihr Interesse an dem Amt und für die Repräsentation von Spremberg hatten. Ich für meinen Teil habe auf Authentizität gesetzt und mich genau so verhalten, wie ich es immer tue und wie ich eben bin. Das ist mir von vornherein wirklich sehr wichtig gewesen und ich bin sehr glücklich, dass es dazu so viel positives Feedback gab.

Zu den Aufgaben einer Spremberger Spreenixe gehört neben dem Besuch von Events auch das Schreiben von Autogrammkarten. Lucy, mit wie vielen rechnest du während deiner Amtszeit?

Lucy: Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwer einschätzen, da es wirklich von den Veranstaltungen abhängt. Beim Heimatfest beispielsweise habe ich sehr viele Autogrammkarten verteilen können, weil das Interesse (auch vor allem bei Sammlern) sehr groß war.

Cindy, wie viele Autogrammkartenwünsche hast du in deiner Amtszeit bekommen? Entsprach die Anzahl deinen Erwartungen?

Cindy: Tatsächlich dachte ich mir, als ich den ersten Schwung Autogrammkarten bei Firma Handrick abholte: „100 Stück? Das sind ganz schön viele!“. Ich hatte gut 500 Autogrammkarten über die Zeit, welche auf der Rückseite auch immer angepasst wurden an die aktuellen Spremberger Veranstaltungen. Und tatsächlich bekomme ich auch jetzt nach meiner Amtszeit noch Autogrammkarten-Anfragen. Viele sind aber nicht mehr übrig.

Cindy und Lucy, was meint ihr: Wie wichtig ist für eine Spreenixe die Affinität mit Wasser und wo geht ihr in der Lausitz am liebsten Baden?

Cindy: Das Ehrenamt der Spremberg Spreenixe ist eine Nichtschwimmer-freie Zone. Es ist Tradition, dass die Spreenixe beim 24-Stunden-Schwimmen die erste Bahn mitschwimmt. Vorteilhaft für das Anschwimmen wäre, wenn man dabei nicht wasserscheu ist und Spaß beim Planschen hat.
Das Lausitzer Seenland bietet so viele Bademöglichkeiten und Wassersportarten, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, wo ich am liebsten bin. Für einen entspannten Strandtag eignet sich der Felixsee oder unbenannte kleine Tagebaurestlöcher und geheime Badestellen, die nur mit Motorrad oder Fahrrad erreichbar sind. Darf der Tag aktionsreicher sein, bietet sich ein Besuch unseres Spremberger Freibades oder der Wake&Beach-Anlage am Halbendorfer See an.

Lucy: Sehr wichtig, da sich das Thema nicht nur in meinem Kleid widerspiegelt, sondern natürlich auch die Spree an sich eine große Rolle in Spremberg spielt. Die Spreenixe ist sehr stolz auf ihr Gewässer und die dazu gehörige Stadt.
In der Lausitz bade ich am liebsten im Freibad Kochsagrund, da es Spaß für Groß und Klein bietet und mit der großen Liegefläche eine tolle Möglichkeit zum Entspannen darstellt. Des Weiteren kann ich umliegende Seen wie beispielsweise den Felixsee mit seinem klaren Gewässer empfehlen.

Lucy, vor dir liegen zwei Jahre als Person des öffentlichen Lebens. Was glaubst du: Wird dich diese Zeit verändern?

Lucy: Ja, davon gehe ich aus … und zwar im positiven Sinne. Ich denke die nächsten zwei Jahre werden eine große Rolle in meiner persönlichen Entwicklung spielen, denn ich werde in dieser Zeit viele neue Menschen kennenlernen und unglaublich viele Erfahrungen machen. Auf diese Erfahrungen freue ich mich sehr und ich denke, dass das gesamte Ehrenamt nicht nur mein Selbstvertrauen, sondern auch mein Verantwortungsbewusstsein stärken wird.

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Wasserverliebtheit gehört zum Amt einer Spreenixe genauso dazu wie das Besuchen von Veranstaltungen aller Art, um Spremberg nach außen zu vertreten.

Cindy, wie schaut’s bei dir aus: Hat dich die Spreenixen-Zeit verändert?

Cindy: Aufgrund der Veranstaltungspause während der schwierigen Corona-Zeit verlängerte sich meine Amtszeit sogar von zwei auf vier Jahre. Und ja, definitiv. Ich bin ignoranter gegenüber der gedruckten Tagespresse geworden. Anfangs hab ich noch gern nach Zeitungen gesucht, die mich erwähnten und beschäftigte mich intensiver damit.
Doch während der Coronazeit änderte sich das schlagartig. Ich konnte beobachten, wie Stadtmitarbeiter, Händler und Vereine an einem Strang zogen um kulturelle Veranstaltungen im Rahmen der Coronaverordnungen für die Spremberger zu ermöglichen.
Manche geschriebenen Artikel von der LR rückten diese bewusst in ein so negatives Licht, dass ich überhaupt keine Lust mehr hab, mich mit solchen Zeitungen zu beschäftigen. Dann bleib ich lieber in meiner Instagram- und Facebook-Bubble und schaue mir Bilder, Eindrücke und Berichte direkt von der Spremberger Stadtseite, von anderen Hoheiten oder von Sprembergern an, die neutral oder positiv und nicht realitätsfern und reißerisch berichten.
Allgemein wollten während der Amtszeit und der schwierigen Coronaphase viele Leute sagen, was man zu tun und zu lassen hat. Wenn man allerdings versucht, es allen recht zu machen, kann man nur scheitern und vergisst dabei das wirklich Wichtige an der Amtszeit, nämlich diese einfach zu genießen, Spaß zu haben und auf Veranstaltungen Freude zu verbreiten. Man wird auf jeden Fall selbstbewusster.

Cindy, welchen Tipp würdest du Lucy für ihre Zeit als Spreenixe geben?

Cindy: Privatleben und Öffentlichkeit voneinander so gut es geht zu trennen.

Wo seht ihr euch in zwei Jahren?

Lucy: In den nächsten zwei Jahren sehe ich mich immer noch hier in der Region. Für mich war schon sehr zeitig klar, dass ich später weiterhin hier wohnen und auch arbeiten möchte. Momentan studiere ich ja Soziale Arbeit an der BTU in Cottbus-Senftenberg und das würde ich natürlich auch in zwei Jahren noch sehr gerne tun. In den nächsten zwei Jahren würde ich gerne wieder zu meinen früheren Hobbys (Gesang & Tanz) zurückkehren und diese weiter ausbauen.
Es wäre zudem wirklich schön, Spremberg überregional noch mehr zu fördern und der Stadt mit all ihren Gemeinden auch außerhalb der Region einen Namen zu machen. Das liegt mir wirklich sehr am Herzen, da die Stadt noch weitaus mehr Anerkennung verdient.

Cindy: Man weiß nie, was die Zeit so bringt, aber ich sehe mich definitiv immer noch als heimatverliebte Sprembergerin im Lausitzer Seenland planschen <3

Wir danken beiden für das Interview!

Autogrammkartenwünsche an:

Stadt Spremberg
Am Markt 1, 03130 Spremberg
Instagram: 21.spreenixe

Interviews 1021

WildeOrgeln

Wenn Philipp und Florian musizieren, erleben Zuhörer:innen ein akustisches Abenteuer. Sie füllen als Duo „ZaZa“ nicht etwa konventionelle Locations wie Bars oder Stadthallen, sondern: Kirchen. Zum Einsatz kommen dabei Orgel und Saxophon. Wer denkt, ihre Auftritte wären Rentnerbespaßung, der irrt. Mit ihrem modernen musikalischen Ansatz, der von Jazz und Pop über Filmmusik bis hin zu Bob Marley reicht, begeistern sie Jung und Alt gleichermaßen. Die räumliche und klangliche Wirkung der Gotteshäuser verleiht ihrer Show das gewisse Etwas. Wir fragten nach, wie sie auf diese ungewöhnlichen Ideen kamen, lernten, was eine gute Orgel ausmacht und erfuhren von einer absoluten Traum-Kirche auf Island.

Wie habt ihr euch kennengelernt und seit wann macht ihr zusammen Musik?

Kennengelernt haben wir uns während des Musikstudiums in der ehemaligen FH Lausitz in Sachsendorf. Wir hatten uns schon am ersten Studientag bestens unterhalten. Das war der Startpunkt für unsere Freundschaft sowie die regelmäßige Zusammenarbeit in unterschiedlichen Musikprojekten während und nach dem Studium.

In welcher Kirche bekamt ihr die Idee, mit Jazz, Pop und Reggae in Gotteshäusern aufzutreten?

Die Erleuchtung dazu kam uns in der kleinen Kirche St. Peter im Rosenthal in Kärnten/ Österreich. Dort waren wir mit Freunden im Rennradurlaub … die Kirche stand direkt neben dem Haus der Freunde, wo wir den Urlaub verbrachten. Sie stand immer offen. Eines Tages gingen wir rein und einer aus der Truppe begann zu singen – andere setzten mit ein ... Da kam uns dann die Idee: Es war der wahnsinnig schöne Raumklang und Hall, der uns im Grunde so faszinierte. Wir fragten uns: Wie wird die gemeinsame Musik von Saxophon und Orgel klingen? Wir mussten es ausprobieren ...

Wie übt ihr für eure Auftritte, habt ihr zuverlässigen Zugriff auf eine Orgel?

Wir proben sehr regelmäßig und haben dankenswerterweise direkten Zugang zur Klosterkirche in Cottbus. Der dortige Pfarrer Gürtler und die Kantorin Frau Drogan ermöglichen uns das Üben in dieser wunderschönen Kirche. Auch in Frankfurt/Oder können wir regelmäßig in der Gertraudenkirche spielen. Unser Eindruck ist, dass es auch eine große Freude darüber gibt, dass die Orgeln bespielt werden. Denn das Schlimmste für solch ein Instrument ist, wenn es nicht benutzt wird!

Was macht eine gute Orgel aus?

Dass die Intonation sauber ist und alle Register funktionieren und gut klingen. Dass sie eine Tastatur hat, die nicht laut klappert, eine reguläre Größe hat und nicht sehr klein ausfällt. In einer kleinen Dorfkirche haben wir das tatsächlich einmal erlebt, die Tastatur war viel kleiner als üblich, und somit war das Spielen darauf eine echte Herausforderung! Und viele Register ermöglichen es, die Musik klanglich vielfältig zu gestalten!

Wenn ihr zusätzlich zu Saxophon und Orgel ein weiteres Instrument in eure Konzerte einbauen könntet, welches wäre es und warum?

Wir verwenden bei manchen Stücken eine Cajon (spanische Sitztrommel) und bedienen uns auch der sogenannten Bodypercussion. Wir imitieren damit also weitestgehend das Schlagzeug, wenn wir der Aufassung sind, dem Song tue etwas zusätzlicher „Drive“ gut. Melodie- und Harmonieinstrumente wünschen wir uns keine weiteren. Unsere beiden Instrumente zusammen ergeben derart viele klanglichen Möglichkeiten, dass wir viele weitere Jahre brauchen werden, bis wir das alles auch nur ansatzweise ausgeschöpft haben.

Welche Rolle spielt der Glaube an das Christentum für euch als Musiker – und für euch als Menschen?

Kirchen sind für uns Orte des Glaubens, des Rückzugs und der inneren Einkehr. Der christliche Glaube ist unsere Prägung, die wir beide in unseren Familien in Kinder- und Jugendjahren erfahren haben. Die christlichen Werte sind für uns Maßgabe und Orientierung im menschlichen Miteinander. Nun schaffen wir aus dieser Erfahrung heraus neue Verknüpfungen. So gibt es in unserem Programm keine geistlichen Choräle, die sonst in Kirchen gesungen und gespielt werden, aber zum Beispiel Reggaesongs von Bob Marley – der Mann war gläubiger Christ!

Welche Bedeutung steckt hinter eurem Namen?

Als wir auf Konzerttournee waren, blätterten wir in einem alten Buch meines Großvaters Jonny, dort stießen wir auf den Begriff Zaza. Er bedeutet „Oase“ in der Sprache einer kleinen ethnischen Minderheit auf dem afrikanischen Kontinent. Sowohl Klang des Wortes als auch Bedeutung haben uns sofort überzeugt!
Welche Kirche war die bisher schönste, in der ihr spielen durftet und welche weitere steht ganz oben auf euer Bucket List? Wir spielen wirklich überall gern! Jede Kirche hat ihren Reiz, jede Orgel ihren eigenen Klang, jede Kirche ihren einzigartigen Raumklang. Besonders mögen wir Kirchen, die schlicht und bescheiden gestaltet sind.
Sehr gern spielen würden wir in der Hallgrimskirkja auf Island. Die Kirche steht direkt in Reykjavik, ein modernes Kirchengebäude mit einer tollen Orgel! Als ich (Philipp) dort vor 15 Jahren lebte, war ich noch kein Berufsmusiker, verdingte mich als Barista und war Gletscherführer. Nun die Rückkehr, nach so vielen Jahren und der zurückliegenden Professionalisierung – wie schön wäre dort ein Konzert mit ZaZa!

Nächstes Konzert: 08.10. 16 Uhr: Kirche St. Maria Friedenskönigin Cottbus

www.duozaza.com 

Foto: Marlies Kross